DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
Leben mit MS

Auch für Menschen mit Multipler Sklerose muss der Kinderwunsch kein Traum bleiben

Am Sonntag, 14.05.2017, war Muttertag. Auch für Menschen mit Multipler Sklerose spielt die Familienplanung eine große Rolle. Für alle Fragen rund um Schwangerschaft, Entbindung, Stillzeit und Elternschaft hat die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft jetzt ein bundesweites Beratungsangebot geschaffen: das Projekt „Plan Baby bei MS“. Ab sofort beantworten kompetente, speziell fortgebildete Beraterinnen in allen 16 DMSG-Landesverbänden Fragen zu diesem Thema. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ist Schirmherrin dieses von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung geförderten Projektes.

© Bundesregierung

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

„Kinder zu haben, ist ein großes Glück. Ich unterstütze deshalb dieses wichtige Projekt der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, weil ich möchte, dass auch an MS erkrankte Frauen und Männer sich diesen Wunsch erfüllen können", erklärt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, warum sie die Schirmherrschaft für dieses bundesweite Angebot übernommen hat: "Für junge Menschen mit Kinderwunsch, die an MS erkrankt sind, stellen sich viele Fragen. Dass mit dem neuen DMSG-Gemeinschaftsprojekt „Plan Baby bei MS“ für sie nun in allen Bundesländern Anlaufstellen und Netzwerke zum Austausch bundesweit bereitgestellt werden, ist ein sehr wichtiges Hilfsangebot für junge MS-Erkrankte.“

Multiple Sklerose und Familienplanung

© Privat

Gerade vor dem Hintergrund, dass Multiple Sklerose in der Regel zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert wird und damit in die Kernzeit der Familienplanung fällt, ist „Plan Baby bei MS“ ein sehr wichtiges und sehr notwendiges Projekt, um junge MS-Erkrankte in einer bestimmten Lebensphase bei ihren zukunftsträchtigen Entscheidungen zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen.

Konkret sieht das so aus, dass in jedem DMSG-Landesverband entsprechend qualifizierte Mitarbeiterinnen aus den Sozialdiensten zu bestimmten Sprechzeiten eine umfassende Telefonberatung zum Themenkreis Kinderwunsch, Schwangerschaft und Elternschaft anbieten. MS-Erkrankte können dort ihre Fragen stellen, ihre Unsicherheiten ansprechen, ihre Ängste benennen – die DMSG-Mitarbeiterinnen nehmen sich Zeit für sie und helfen ihnen unabhängig und individuell.

Um auch medizinische Fragestellungen adäquat behandeln und beantworten zu können, sind regionale Netzwerkpartner, beispielsweise MS-Zentren und MS-Schwerpunktpraxen, sowie die Initiatorin des Deutschen Multiple Sklerose und Kinderwunsch-Registers in Bochum, PD Dr. med. Kerstin Hellwig, eng in das Projekt eingebunden. Mit dem Aufbau eines überregionalen virtuellen Kontaktkreises für MS-Erkrankte mit Kinderwunsch und Eltern mit MS wird jetzt begonnen.

Das DMSG-Gemeinschaftsprojekt „Plan Baby bei MS“, liegt federführend beim DMSG-Landesverband NRW, gefördert wird es von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Weitere Informationen und den Kontakt zu den Beraterinnen in Ihrem Bundesland finden Sie unter www.dmsg.de/plan-baby-bei-ms/

- 11.05.2017