DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Ausgezeichnet: Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln erhält Förderpreis der Plansecur Stiftung

Das Team des Zentrums für Palliativmedizin der Uniklinik Köln, das auch die Telefonberatungs-Hotline für schwer an Multipler Sklerose Erkrankte und ihre Angehörigen unterhält, hat den Förderpreis 2018 der Plansecur Stiftung erhalten. Seit September 2014 informiert die Hotline Anrufer über Möglichkeiten einer ergänzenden Versorgung durch palliativmedizinische und hospizliche Angebote. In Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), gefördert durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, trägt die Beratungs-Hotline dazu bei, die Versorgung für MS-Erkrankte zu verbessern.

 

Das Team des Zentrums erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für sein langjähriges Engagement und die Mitwirkung in Arbeitsgruppen und Projekten mit dem Ziel, Schwerstkranken und Sterbenden eine Stimme in der Gesellschaft zu geben und Palliativmedizin und Hospizbewegung miteinander zu verbinden. Der Leiter und Lehrstuhlinhaber des Zentrums, Professor Dr. med. Raymond Voltz, nahm die Auszeichnung bei einer Feierstunde in Köln entgegen.Der Förderpreis wird für herausragendes soziales Engagement vergeben – dieses Jahr bereits zum 27. Mal. Neben dem Preisgeld bekommt der Preisträger als bleibende Erinnerung die Glasskulptur „Von Herzen zugeneigt“.

Professor Dr. Voltz: Bürgerbewegungen gewinnen besondere Bedeutung

1983 hatte die Deutsche Krebshilfe zusammen mit der Uniklinik Köln Deutschlands erste Palliativstation gegründet, auf der anfangs fünf Patienten stationär betreut werden konnten. Kurze Zeit später entstand als Ergänzung ein palliativer Hausbetreuungsdienst für die Beratung und Betreuung der Patienten und deren Familien. 1992 wurde auf dem Campus der Uniklinik das Dr. Mildred Scheel-Haus gebaut, in dem die stationäre Palliativversorgung auf 15 Betten erweitert werden konnte. Mit Einrichtung des Lehrstuhls für Palliativmedizin entstand 2004 das gleichnamige Zentrum als fachlich eigenständige Klinik, die Universitätsprofessor Dr. med. Raymond Voltz als Direktor und Lehrstuhlinhaber leitet. „Die Anerkennung der gesellschaftlichen Relevanz unserer Arbeit durch die Plansecur Stiftung ehrt uns sehr. In Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche gewinnen Bürgerbewegungen, wie sie die Hospizarbeit und damit eng verbunden auch die Palliativmedizin ihrem Ursprung nach sind, eine besondere Bedeutung. Die Auszeichnung ermutigt uns, auf diesem Weg weiterzugehen. Das Preisgeld wollen wir vor allem für Projekte im Rahmen von „Caring Community“ – was angewandte Nachbarschaftshilfe meint –, zum Beispiel unsere Schulprojekte, verwenden. Wir würden uns sehr freuen, wenn die Plansecur Stiftung auch in Zukunft in diesem Sinne deutschlandweit Projekte unterstützt, die Palliativmedizin und Hospizarbeit zusammenführen wollen.“

Stiftungsvorsitzende Anette Trayser: Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe

Anette Trayser, die Vorstandsvorsitzende der Plansecur Stiftung, sagte anlässlich der Verleihung: „Wir haben den Eindruck, dass sich unsere Gesellschaft mit dem Tod und somit auch mit dem Sterben nicht gern auseinandersetzt. Umso mehr ist es uns wichtig das Engagement von Prof. Voltz und seinem Team heute auszuzeichnen. Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten und ihnen zu helfen diesen Weg mit einer möglichst guten Lebensqualität, also auch möglichst schmerzfrei, zu gehen und sie in Respekt und Zuneigung zu unterstützen, ist eine wichtige gesellschaftliche und mitmenschliche Aufgabe. Deshalb freue ich mich über die Wahl dieses Projektes.“

Quelle: Pressestelle der Plansecur Stiftung - 08.06.2018

12.06.2018