DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
Wissenswertes und Tipps

Ausnahmeregelungen für Fahrverbote in eingeführten Umweltzonen auch für MS-Erkrankte interessant

10.07.2008 – 11 deutsche Großstädte haben inzwischen so genannte Umweltzonen ausgewiesen, weitere planen ihre Einführung und die damit verbundenen Umweltplaketten noch in diesem Jahr.

© Stadt Hannover

Mit den eingerichteten Umweltzonen wollen deutsche Großstädte gemäß der entsprechenden EU-Leitlinie einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und Reduzierung des Feinstaubes leisten. Detaillierte und aktuelle Informationen halten jeweils die Umweltreferate der entsprechenden Städte bereit, da die einzelnen Entscheidungen zur Einrichtung und Umsetzung der Umweltzonen von den Kommunen und Städten getroffen werden.

Umweltzonen kennzeichnen besonders durch Feinstaub gefährdete sensible Verkehrsknotenpunkte oder hoch frequentierte Fahrbereiche, die durch ein Fahrverbot für bestimmte Fahrzeuge entlastet werden sollen. Farbige Umweltplaketten an den Fahrzeugen regeln, welche Fahrzeuge welche Umweltzone durchfahren dürfen. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgeld und ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister.

Aber gerade für Menschen mit Handicap können diese Einschränkungen ihrer Mobilität große Belastungen bedeuten. Deshalb kann jede Stadt und Kommune Ausnahmeregelungen für ein Fahrverbot aussprechen. Generell sind unter anderem Mofas, Motorräder, Motorroller und dreirädrige Kraftfahrzeuge sowie Kranken- und Arztwagen im Einsatz und mit entsprechender Kennzeichnung von einem Fahrverbot ausgenommen. Dies gilt auch für außergewöhnlich schwerbehinderte Personen, die in ihrem Schwerbehindertenausweis den Eintrag "aG", "H" oder "BI" nachweisen können. In Zweifelsfällen ist es aber unbedingt ratsam, das entsprechende Umweltreferat um genaue Auskünfte zu bitten.

 
Redaktion: DMSG, Bundesverband e.V. – 10. Juli 2008
 

- 10.07.2008