DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

DAK unterstützt den Ausbau der DMSG - Online-Beratung für MS-Kranke mit 35.000 Euro

15.07.2005 - Große Freude herrscht beim Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG): Bundesgeschäftsführerin Dorothea Pitschnau-Michel nahm einen Scheck über 35.000 Euro von Alfred Semen, Landesgeschäftsführer der DAK Niedersachsen/Bremen in der DAK-Geschäftsstelle in Hannover entgegen.

 

„Mit diesem Geld können wir auch 2005 unsere umfangreiche und qualifizierte Online-Beratung für MS-Kranke ausbauen. Wir werden neue Foren anbieten und die Technik verbessern, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen,“ versprach Dorothea Pitschnau-Michel.

In den vergangenen Jahren haben sich die DMSG-Foren zu regelrechten Beratungsmagneten entwickelt.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen animiert die schnelle, unkomplizierte Verfügbarkeit zur Beteiligung. Zum anderen macht die aktuelle, zuverlässige Information der neuesten Erkenntnisse über Studienergebnisse und Therapieinnovationen, die dank der Hilfe des Ärztlichen Beirates der DMSG stets kompetent und patientenfreundlich in verständlicher Sprache erläutert werden, auch Mut sich an Diskussionen zu beteiligen und den Austausch mit anderen Menschen zu suchen.

„Allerdings“, so Dorothea Pitschnau-Michel, „darf diese moderne Form der Selbsthilfegruppe keineswegs die herkömmliche Art ersetzen. Die Möglichkeiten gemeinsamer Treffen müssen bleiben, denn gerade auch die persönliche Kommunikation und die Gestaltung gemeinsamer Erlebnisse bieten ein Stück weit Lebensqualität. Die Zweigleisigkeit von virtueller und realer Kommunikation, Information und Beratung ist ganz wichtig und dafür steht die DMSG. Die finanzielle Unterstützung, beispielsweise durch die DAK, hilft uns diese Zielvorgaben weiter auszubauen“.

Auch Alfred Semen sieht die Arbeit von Selbsthilfeorganisationen positiv. „Gute Information soll Ängste beheben und Verzweiflung lindern. Außerdem ist die Patientenselbsthilfe natürlich eine wertvolle Kontaktbörse: Betroffene erfahren dort zum Beispiel Adressen von Spezialisten oder können sich über neue Therapieformen informieren.“

Die DAK unterstütze solche Verbände im Rahmen der Selbsthilfe darum, wo immer sie könne. Und das nicht nur finanziell, sondern in Einzelfällen auch ganz praktisch. Die Kasse kann beispielsweise Fachreferenten oder Räume vermitteln. Voraussetzung ist aber immer, dass bei der Arbeit einzelner Gruppen Rat und Hilfe im Umgang mit einer Krankheit im Vordergrund stehen.

Nicht nur der Gesetzgeber wünscht, dass Krankenkassen die Selbsthilfe fördern. Auch mehr als 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger halten dies für sinnvoll, wie eine repräsentative Umfrage der DAK ergeben hat. Über Dreiviertel der deutschen Bevölkerung würde sich im Falle einer schweren Krankheit an eine Selbsthilfeorganisation wenden.

Redaktion:
DMSG, Bundesverband e.V.
15. Juli 2005

- 15.07.2005