DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Der Welt MS Tag verbindet: Die DMSG bringt Forscher und Multiple Sklerose-Erkrankte zusammen

Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) fördert die Forschung und verbindet Forscher und Menschen mit MS. Prof. Dr. med. Christine Stadelmann-Nessler erklärt im Rahmen der internationalen Kampagne #BringingUsCloser, was sie motiviert, im Bereich Multiple Sklerose zu forschen. Mehr noch: Im zweiten Teil der DMSG-Serie zum Welt MS Tag nimmt Sie uns mit an ihren Arbeitsplatz in der Neuropathologie im Universitätsklinikum Göttingen und gewährt in Video-Interviews Einblick in die Fortschritte ihrer Arbeit.

Forschung ist der Schlüssel, um die Geheimnisse der noch unheilbaren Erkrankung Multiple Sklerose zu lüften und neue Therapiemöglichkeiten zu finden.

Da jedoch immer weniger öffentliche Fördermittel zur Verfügung stehen, hat die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. ihre unabhängige Forschungsförderung auf noch breitere Beine gestellt. Prof. Christine Stadelmann-Nessler gehört zu den Forschern, deren aussichtsreiche Studien für die Einzelprojektförderung der DMSG ausgewählt wurden. Im Interview mit dem DMSG-Bundesverband hat Sie verraten, was sie motiviert, ihre Forschungsarbeit auf die Multiple Sklerose zu fokussieren:

Prof. Dr. med. Stadelmann-Nessler: „Warum ich an MS forsche?"

"Die letzten Jahre standen im Zeichen vieler Neuerungen und großer Fortschritte in der Therapie MS-Erkrankter. Trotzdem sind für viele Betroffene, vor allem mit chronisch progredienter MS, die zur Verfügung stehenden Therapien noch zu wenig wirksam. Mich spornt an, Krankheitsmechanismen einer (noch) als unheilbar geltenden Erkrankung besser zu verstehen und immer im Blick zu haben, dass zahlreiche Betroffene und ärztliche Kollegen auf neue Erkenntnisse warten. Wir haben derzeit noch zu wenig gezielte medikamentöse Möglichkeiten, Menschen mit progredienter MS effektiv zu helfen und verstehen auch die Reparaturvorgänge in Gehirn und Rückenmark noch nicht gut genug, um sie wirksam therapeutisch zu nutzen.

Ich teile den Optimismus vieler, in den nächsten Jahren über eine gemeinsame Anstrengung von klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Kollegen und mittels neuer molekularer Methoden wesentliche neue Erkenntnisse zu den Mechanismen der Krankheitsentstehung zu gewinnen und noch effektivere Therapien, insbesondere für die progredienten Verlaufsformen der MS, zu entwickeln.“

Im Rahmen einer Reportage hat die Forscherin der DMSG einen Tag lang Einblick in die Fortschritte ihrer Forschungsarbeit gewährt. Mehr erfahren Sie in Kürze auf www.dmsg.de.

  • Mehr über die Forschungsförderung des DMSG-Bundesverbandes erfahren Sie hier

Gemeinsam stärker als MS

Auch auf internationaler Ebene ist der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft als Mitglied der Multiple Sclerosis International Federation (MSIF) aktiv.

Um erfolgreich zu sein, müssen wir zusammen als globale MS-Gemeinschaft daran arbeiten, Wege zu finden, das Leben mit MS zu verbessern mit dem Ziel, die MS für immer zu besiegen.

Die #bringinguscloser Kampagne will Menschen mit MS mit MS-Forschung verbinden, darunter Wissenschaftler, Studenten, Krankenschwestern, Fundraiser, Freiwillige und mehr. Es ist eine Chance, gemeinsam zu feiern, was wir bisher in der MS-Forschung erreicht haben, und unsere Hoffnung für die Zukunft zu teilen. 

Noch ist MS unheilbar, doch die Fortschritte der Forschung geben Anlass zu Optimismus

- 30.04.2018