DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
Veranstaltungen / Tagungen

Drei Tage im Zeichen von Multiple Sklerose: MS World Conference als Treffpunkt für MS-Erkrankte und MS-Experten aus aller Welt

"Die Zukunft gemeinsam gestalten - Perspektiven für Menschen mit MS" unter diesem Motto haben die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.(DMSG) und die Multiple Sclerosis International Federation (MSIF) zur MS World Conference eingeladen und eröffneten nicht nur MS-Erkrankten die Chance, Expertenmeinungen zu brennenden Fragen rund um die Autoimmunkrankheit einzuholen und mit namhaften nationalen und internationalen MS-Forschern und Klinikern zu diskutieren.Die Resonanz war überwältigend: Über 550 Teilnehmer aus Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, England, Irland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Tunesien, Algerien, Belgien, Niederlande, Ungarn, Rumänien, Polen, Lettland, Estland, Tschechien, Slowakei, Russland, Ägypten, Jemen, Arabische Emirate, Libanon, Palästina, USA, Cuba, Kolumbien, Argentinien, Australien, Japan und Namibia sind dem Ruf nach Berlin gefolgt.

Noch ist Multiple Sklerose unheilbar.
Doch im Bereich Therapie und Forschung ist aktuell viel in Bewegung. Orientierung und neue Erkenntnisse bachte vom 4. bis 6. Oktober 2013 die MS World Conference, zu der die DMSG anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens als Interessenvertretung für Menschen mit MS und ihre Angehörigen renommierte MS-Experten aus aller Welt und Vertreter der MS-Gesellschaften an einen Tisch geholt hat.

Von Alemtuzumab, Fingolimod, Mitoxantron, Natalizumab, Teriflunomid bis zur Aussicht auf die Zulassung von Fumaraten

Neue Therapieformen, aussichtsreiche Forschungsansätze, Strategien zum Behandlungsbeginn und innovative Konzepte der nationalen MS-Gesellschaften zur Unterstützung von MS-Erkrankten und ihren Angehörigen wurden im Rahmen des Weltkongresses präsentiert und in Workshops mit internationalen Referenten vertieft.

MS kennt keine Grenzen – die Zusammenarbeit von Forschern und MS-Gesellschaften ebenfalls nicht

Längst kooperieren Forscher über Ländergrenzen hinweg und die Arbeit trägt Früchte. Im wissenschaftlichen Programm des Kongresses informierten hochkarätige international renommierte MS-Experten über Fortschritte und Ergebnisse der Immunmodulatorischen und Symptomatischen Therapie. Insgesamt 17 Referenten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweiz, Niederlande und den USA gaben in Vorträgen und Workshops Einblicke in aktuelle Entwicklungen aus ihrem Fachgebiet. Diskutiert wurden unter anderem die Gegenwart und Zukunft von MS-Medikamenten, der Weg der Immunmodulation bei MS, die Rolle der monoklonalen Antikörper in der MS-Therapie und therapeutische Ausblicke zu Schutz und Reparatur. Der Tenor der Experten und der Ausblick in die Zukunft waren positiv: Viel ist erreicht worden in den letzten Jahren, viel bleibt noch zu tun, erklärte Prof. Dr. med. Alastair Compston, Universität Cambridge, Großbritannien, im Leitvortrag. Multiple Sklerose-Medikamente – Gegenwart und Zukunft

Fatigue, sexuelle Funktionsstörungen, Verlust der Blasenkontrolle

In über 20 Workshops wurde zwei Tage lang die Lebenssituation von MS-Erkrankten in aller Welt beleuchtet. Renommierte Experten aus Deutschland, den Niederlanden, den USA, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien informierten über die Möglichkeiten zur Behandlung von MS-Symptomen, aber auch über die Wirkung von Sport bei MS und die Serviceangebote im Bereich Berufsberatung und Selbsthilfe.

Was Familien mit an MS erkrankten Kindern benötigen

Programme zur Fortbildung und Einbindung von Familienmitgliedern waren ebenso Thema wie die Bedeutung von Palliativ-Versorgung. Aber auch Innovative Projekte der nationalen MS-Gesellschaften zu Fundraising, Patientenberatung und Interessenvertretung regten zum Erfahrungsaustausch an.
Einen inspirierenden Blick über den nationalen Tellerrand ermöglichte der europäische Ansatz zur Fortbildung von MS-Schwestern und –Pflegern, der auch bei Gästen aus dem arabischen Raum auf großes Interesse stieß. Hunderte nutzten zwei Tage lang die Möglichkeit im Gespräch mit den Vertretern der MS-Gesellschaften aus Japan, Russland, Australien, den USA, Argentinien, Italien, Großbritannien, Irland, Belgien, Österreich, Schweden, Tschechien und Deutschland persönliche Kontakte zu knüpfen und Anregungen für eigene Aktivitäten mitzunehmen.

60 Jahre DMSG: Der internationale Kampf gegen Multiple Sklerose kennt keine Grenzen, aber immer mehr Mitstreiter

Gemeinsam gegen MS: Nach dem Empfang im Roten Rathaus war
für die internationalen Gäste der von TV-Journalist Ludger Abeln moderierte Festakt mit dem interaktiven Konzertevent "Dirigieren und Führen" unter der Leitung des international anerkannten Dirigenten Prof. Gernot Schulz ein weiterer Höhepunkt. Ein Rückblick auf 60 Jahre DMSG zeichnete den Werdegang der DMSG von einer Laienvereinigung zur modernen Patientenorganisation nach.

 

Sie konnten in Berlin nicht dabei sein? Kein Problem: Der DMSG-Bundesverband wird über die Inhalte und Ergebnisse der Präsentationen und Workshops berichten. In Kürze auf www.dmsg.de.

  • Live-Übertragung von der MS World Conference:
    Als besonderen Service ermöglichte der DMSG-Bundesverband am 5. und 6. Oktober 2013 weltweit allen MS-Erkrankten und anderen Interessierten per Live Stream an den Hauptvorträgen des Weltkongresses teilzuhaben und sich über den aktuellen Wissensstand zum Thema Multiple Sklerose zu informieren. Die Filme sind jetzt als Videos zu sehen. Die Auswahl der gewünschten Sprache "DE" oder "EN" erfolgt über einen Klick auf die entsprechenden Symbole in der Taskleiste unter dem Life Stream. Zum Film des zweiten Veranstaltungstages gelangen Sie über den weißen Aufwärts-Pfeil rechts durch einem weiteren Klick auf das rechte Startbild. Mehr
  • Auf der Webseite zur MS World Conference sind zudem das vollständige Programm, die Kurzbiografien der Referenten sowie weitere Details zum Kongress zu finden. Mehr

 

- 11.10.2013