DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
Forschungspreise

Prof. Dr. Hartmut Wekerle erhält Ehrendoktorwürde für richtungsweisende Multiple Sklerose-Forschung

Hohe Auszeichnung für einen der geistigen Väter des Konzeptes der Immunregulation bei Multipler Sklerose: Die Ehrenpromotion der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg wird an den Mediziner und Neurobiologen Prof. Dr. Hartmut Wekerle, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried und Mitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes, vergeben.

© max planck institute of neurobiology
Prof. Dr. Hartmut Wekerle

Hartmut Wekerle erhält die Auszeichnung zusammen mit seinem Kollegen, Prof. Dr. Irun R. Cohen vom Weizmann Institute of Science, Israel. Die beiden Wissenschaftler verbinden langjährige gemeinsame Arbeiten im Bereich der Immunologie. Heute gelten Wekerle und Cohen als die geistigen Väter des Konzeptes der Immunregulation. Die Ehrenpromotionen werden am 13. Mai 2013 im Rahmen eines Symposiums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verliehen.

Die wissenschaftlichen Arbeiten von Hartmut Wekerle konzentrieren sich ganz auf die Erforschung der Multiplen Sklerose. Mit modernsten Methoden gelang Hartmut Wekerle und seinen Mitarbeitern eine Reihe von bahnbrechenden Erkenntnissen. So entdeckten sie zum Beispiel neue Angriffspunkte der Immunzellen, wie Immunzellen in das Nervengewebe eindringen, oder dass entzündliche Hirnerkrankungen möglicherweise ihren Beginn im Darmbereich nehmen. In einer einmaligen Kooperation mit der Klinischen Neuroimmunologie am Universitätsklinikum Großhadern der LMU tragen die Ergebnisse zum besseren Verständnis der Krankheit bei und helfen, neue und wirksamere Therapien zu entwickeln.

Hartmut Wekerle studierte Medizin an der Universität Freiburg, wo er 1971 promoviert wurde. Anschließend arbeitete er am Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel. Ab 1973 forschte Hartmut Wekerle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg und ab 1982 als Leiter der Klinischen Forschungsgruppe für Multiple Sklerose der Max-Planck-Gesellschaft. Im Jahr 1988 wurde Hartmut Wekerle zum Direktor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie berufen.

Dank Forschungsprofessur kann Hartmut Wekerle seine Arbeit nach seiner Emeritierung fortsetzen

Für seine wissenschaftlichen Verdienste wurde Hartmut Wekerle mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Ernst Jung Preis für Wissenschaft und Forschung, der Louis D. Preis – der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen Frankreichs und der Reinhard Koselleck-Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Juni 2011 erhielt er als erster außeruniversitärer Professor die Hertie-Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften. Diese Forschungsprofessur ergänzt die Finanzierung der Max-Planck-Gesellschaft und ermöglicht Hartmut Wekerle die Fortsetzung seiner Arbeit nach seiner Emeritierung im Jahr 2012.

Quelle: Presseinfo vom max planck institute of neurobiology -13. Mai 2013

- 13.05.2013