DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Ursula Späth ist seit 25 Jahren im Einsatz für MS-Erkrankte

21.09.2007 - Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren übernahm Ursula Späth die Schirmherrschaft für die AMSEL, den Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg

Es war eine jener glücklichen Fügungen, die sich manchmal im Leben ergeben, als 1982 die damalige First Lady des Landes Baden-Württemberg, Ursula Späth, und die AMSEL (Aktion Multiple Sklerose Erkrankter) zueinander fanden. Aus der Bitte um Hilfe und Unterstützung in einer sehr angespannten finanziellen Situation, entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte, die weit über die Grenzen des "Ländles" hinaus für MS-Erkrankte in der AMSEL, der DMSG und weltweit zum Segen geriet.

Unmittelbar nach der Übernahme der Schirmherrschaft überzeugte Ursula Späth zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur von der Notwendigkeit MS-Erkrankte und ihre Angehörigen zu unterstützen und gründete den AMSEL-Förderkreis Ursula Späth. Ihr unermüdlicher und nachhaltiger Einsatz, insbesondere die Lebenssituation junger, pflegebedürftiger MS-Erkrankter zu verbessern, führte im Dezember 1983 zur Einrichtung des ersten Wohnheims in Bietigheim-Bissingen, später kamen Unterbringungsmöglichkeiten in Stuttgart, Süßen, Aalen und Plochingen hinzu. 1985 folgte die Gründung der AMSEL-Förderkreis Ursula Späth-Stiftung. Mit beharrlicher Überzeugungskraft stritt die heutige Jubilarin für eine an den speziellen Bedürfnissen MS-Erkrankter ausgerichtete Akutversorgung und Rehabilitation, die Fachklinik für Neurologie Dietenbronn und das Neurologische Rehabilitationszentrum Quellenhof in Bad Waldbad sind Früchte dieser Arbeit.

Der Einsatz des Infomobils, der multifunktionale Internetauftritt, der Aktionstag für junge MS-Erkrankte sind nur ein paar Beispiele aus der facettenreichen Arbeit der AMSEL, für die Ursula Späth die Weichen gestellt und für deren Umsetzung sie sich stark gemacht hat.

Unzählige Benefizveranstaltungen wurden von Ursula Späth angestoßen, eröffnet oder moderiert. Herausragendes Beispiel war das seit 1984 regelmäßig in der Hanns-Martin Schleyer-Halle in Stuttgart stattfindende Wohltätigkeitskonzert "Parade der Nationen". Diese dreitägige Musikshow Internationaler Militärorchester spielte dem AMSEL-Förderkreis Jahr für Jahr rund 100.000 Euro ein.

Als Vorstandsmitglied im Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und als dessen Repräsentantin im internationalen Verband "Multiple Sclerosis International Federation" (MSIF) leistet Ursula Späth unverzichtbare Arbeit, engagiert sich kraftvoll, mutig und stets präsent für eine bessere Versorgung und eine erhöhte Lebensqualität MS-Erkrankter weltweit. Darüber hinaus kann sich auch die European Multiple Sclerosis Platform (EMSP) stets darauf verlassen mit ihren Anliegen auf offene Ohren bei Ursula Späth zu stoßen.

Die "dienstälteste" Schirmherrin innerhalb der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft ist sozusagen eine Schirmherrin "zum Anfassen". Ihr Engagement erschöpft sich nicht darin, mit dem prominenten Namen für die gute Sache zu werben, sondern ist seit 25 Jahren hautnah mit dem Schicksal MS-Erkrankter verbunden. Zahllose Besuche in den Kontaktgruppen, zahllose persönliche Begegnungen und Gespräche mit MS-Erkrankten und Angehörigen stehen dafür, dass Ursula Späth ihr Engagement zu einer Herzensangelegenheit gemacht hat. Ihr Wirken, getragen von Sachverstand, Disziplin, Ausdauer und liebenswürdiger Ausstrahlung hat MS-Erkrankten Ermutigung und Hoffnung gegeben, war und ist motivierendes Vorbild für alle ehrenamtlich Tätigen.

Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft bedankt sich bei Ursula Späth für ihr herausragendes Engagement.

- 24.09.2007