DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
Neues aus dem Bundesverband

Vom MS Register bis zum Welt MS Tag: Ehrung für die Verdienste von Dorothea Pitschnau-Michel

Mit einer besonderen Auszeichnung, der Goldenen Ehrennadel für internationale Zusammenarbeit, ist beim diesjährigen Festakt der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.eine Frau geehrt worden, ohne deren herausragendes Engagement die Welt für Menschen mit MS viel aussichtsloser wäre: Dorothea Pitschnau-Michel.

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Christian Wulff, Bundespräsident a.D. (links) und Moderator Ludger Abeln begrüßen Preisträgerin Dorothea Pitschnau-Michel auf der Bühne.

Seit 32 Jahren ist beispielgebender Einsatz für MS-Erkrankte und ihre Angehörigen auf nationaler und internationaler Ebene mit ihrem Namen verknüpft: Dorothea Pitschnau-Michel entwickelte mit Beharrlichkeit, Ideenreichtum und Weitblick, erst als Geschäftsführerin des DMSG-Landesverbandes Niedersachsen, ab 1993 als Bundesgeschäftsführerin, die DMSG zu einer der größten und modernsten Patientenorganisationen, die weltweit den besten Ruf genießt.

Großer Bahnhof zum Abschied von der langjährigen Bundesgeschäftsführerin Gottfried Milde

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Gottfried Milde, Ehrenvorsitzender des DMSG-Bundesverbandes, gratuliert Dorothea Pitschnau-Michel

Mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel für internationale Zusammenarbeit bedankt sich der DMSG-Bundesverband für diese außerordentliche Leistung, betonte der Ehrenvorsitzende des DMSG-Bundesverbandes, Staatsminister a.D. Gottfried Milde. Im Namen der Geschäftsführer der DMSG-Landesverbände würdigte Gudrun Schoefer, Geschäftsführerin des DMSG-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, die Leistungen von Dorothea Pitschnau-Michel auch in Bezug auf die Interessenvertretung für MS-Erkrankte. Auch Marianne Seibert, Vorsitzende des DMSG-Landesverbandes Brandenburg, wies auf die wichtige Rolle der langjährigen DMSG-Bundesgeschäftsführerin beim Aufbau der Patientenvertretung DMSG hin. Die Vorsitzende des Bundesbeirates MS-Erkrankter, Dr. Edeltraud Faßhauer, hob die Bedeutung und Wirkung des unermüdlichen Einsatzes für die Belange von Menschen mit MS hervor und dankte Dorothea Pitschnau-Michel für ihre langjährige Unterstützung. Deren Verdienste wurden 2014 schon mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.

Ende einer Ära

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Christian Wulff, Bundespräsident a.D. überreicht die Goldene Ehrenadel an Dorothea Pitschnau-Michel

Dorothea Pitschnau-Michel wird mit der Goldenen Ehrennadel für internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet ©DMSG-BUNDESVERBAND Christian Wulff, Bundespräsident a.D. überreicht die Goldene Ehrenadel an Dorothea Pitschnau-Michel Als DMSG-Bundesgeschäftsführerin ist Dorothea Pitschnau-Michel jetzt in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. "Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass damit für die DMSG und für MS-Erkrankte eine Ära zu Ende gegangen ist", erklärte der Schirmherr des Bundesverbandes der DMSG, Christian Wulff, Bundespräsident a.D. bei der Verleihung der Goldenen Ehrennadel für internationale Zusammenarbeit vor großem Publikum in Berlin.

Rund um den Globus gemeinsam gegen MS

Was ihren hauptamtlichen Einsatzstil prägt, gilt gleichermaßen für ihre ehrenamtlichen Aktivitäten zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen MS-Erkrankter in Europa und Übersee. Mit ihrer intensiven Zusammenarbeit mit den in der EMSP (European Multiple Sclerosis Platform) und der MSIF (Multiple Sclerosis International Federation) organisierten MS-Gesellschaften gelang es Dorothea Pitschnau-Michel, internationale Projekte sowohl zur Chancengleichheit als auch zur Erforschung und Therapie der Multiplen Sklerose zu initiieren und zu fördern. Seit 1998 im Vorstand der EMPS war sie von 2002 bis 2006 stellvertretende Vorsitzende und anschließend bis 2010 Präsidentin der EMSP. In dieser Zeit stellte sie die Weichen für eine gleichgestellte medizinische und soziale Versorgung MS-Erkrankter auf europäischer Ebene. So initiierte sie 2007 das MS-ID-Projekt (Multiple Sclerosis Information Dividend), das von der EU- Kommission finanziert wurde und wei Hauptziele umfasst: die Entwicklung eines Modells für ein europaweites MS-Register und die Umsetzung des "Code of Good Practise", eines politischen Instrumentes, das sicherstellen soll, dass MS-Erkrankte in ganz Europa nach neuesten Erkenntnissen behandelt und versorgt werden.

Geburtshelferin für den Welt MS Tag

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MSIF-Geschäftsführer Peer Baneke

Seit 2005 ist Dorothea Pitschnau-Michel Vorstandsmitglied der MSIF und hat dort unter anderem maßgeblich die Einrichtung des 2009 ins Leben gerufenen Welt MS Tages vorangetrieben. Mit dem Mut, neue Wege zu gehen, gepaart mit fachlichem Knowhow, Überzeugungskompetenz, hoher Verantwortungsbereitschaft und dem festen Glauben, dass nur eine weltweite Zusammenarbeit MS-Erkrankten nutzt, hat Dorothea Pitschnau-Michel die Fäden für ein Bündnis zur Heilung der MS gebunden. MSIF-Geschäftsführer Peer Baneke ließ es sich nicht nehmen, nach Berlin zu kommen und seiner langjährigen Weggefährtin persönlich zu gratulieren.

Der gemeinsame Kampf für eine Welt ohne MS geht weiter

John Golding betont die Schlüsselrolle der DMSG in der Gemeinschaft der MS-Gesellschaften.

Auf internationaler Ebene wird Dorothea Pitschnau-Michel der Gemeinschaft der MS-Gesellschaften weiterhin erhalten bleiben. Kürzlich wurde sie in den Vorstand der MSIF wiedergewählt. Im Namen der 700.000 Menschen mit MS in Europa und mehr als 2 Millionen in aller Welt begrüßte John Golding, Past-Präsident der EMSP, dass seine deutsche Kollegin ihre Erfahrungen und Führungsqualitäten auch in Zukunft mit der weltweiten MS Community teilen wird: "Danke Dorothea, für Deinen Beitrag, der unsere Leben so viel reicher und hoffnungsvoller macht."

- 10.11.2015