DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Multiple Sklerose-Podcast: Wie wird ein Schub behandelt?

Prof. Dr. med. Lutz Harms verdeutlicht im DMSG-Video, wann bei einem Multiple Sklerose Schub eine Kortison-Therapie angezeigt ist, wie die Behandlung wirkt und welche Alternativen zur Infusion von Kortison bestehen.

Multiple Sklerose verläuft bei den meisten Betroffenen zunächst in Schüben. Nicht jede Müdigkeit oder Erschöpfung ist gleich ein Krankheitsschub. Von Schub spricht man, wenn nach einer längeren Zeit mit stabilem Krankheitsverlauf alte, bereits zurückgegangene Symptome plötzlich wiederkommen, oder auch neue dazukommen und mindestens 24 Stunden andauern.

Als Standardtherapie eines MS-Schubes gilt die kurzzeitige hochdosierte Infusion von Kortison. Zwar kann die zugrunde liegende Entzündung auch von alleine abheilen, die antientzündliche Wirkung einer Stoßtherapie mit Kortison kann diesen Prozess jedoch stark beschleunigen. Im Gegensatz zur Dauertherapie mit Kortison wird die Stoßtherapie bei einem MS-Schub meist gut vertragen. Als Nebenwirkungen können zum Beispiel Schlafstörungen und Stoffwechselprobleme auftreten.

Was tun, wenn Kortison nicht hilft?

Alternativen zur Stoß-Behandlung mit Kortison gebe es bislang wenig, informiert Prof. Dr. med. Harms im Podcast auch über weitere Therapieformen und erklärt, in welchen Fällen eine Blutwäsche (Plasmapherese) infrage kommt.

  • Hier kommen Sie zum Video-Podcast Prof. Dr. med. Lutz Harms ist Mitglied im Ärztlichen Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. und beantwortet im Video von MultipleSklerose.TV häufige Fragen rund um das Thema MS-Schübe. Der MS-Experte ist Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Berliner Charité und einer der beiden Leiter der MS-Ambulanz.

Im Januar informierte Prof. Harms im Podcast "Was ist ein MS-Schub?"

 

- 15.03.2013