DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Welt-MS-Tag Wettbewerb 2020: Gewinnerin zeigt die vielen Gesichter der MS

Keine Präsenzveranstaltungen, aber jede Menge "Connections": Der Welt-MS-Tag 2020 hat sich in seiner öffentlichen Wirkung nicht von der Corona-Pandemie ausbremsen lassen. Über alle Grenzen hinweg wurden online Verbindungen geknüpft und Nachrichten ausgetauscht. Mit viel Kreativität überzeugten auch die zahlreichen Bewerbungen im Wettbewerb zur Umsetzung des von der DMSG ausgegebenen Mottos "Miteinander Stark". Nun steht die Gewinnerin fest: Steffi Wassmann aus Niedersachsen zeigte am eindrücklichsten, wie auch mit Abstand Nähe geschaffen werden kann.

 

Die Auswahl fiel schwer. Gewonnen hat das Projekt, das das Thema Nähe trotz Abstand am überzeugendsten umgesetzt hat: "Corona hat uns nicht getrennt, sondern verbunden", sagt Steffi Wassmann, die gemeinsam mit den Mitgliedern ihrer Facebook-Gruppe am Wettbewerb zum Welt-MS-Tag teilgenommen hat. Mit Erfolg!

So beschreibt die Initiatorin das Sieger-Projekt, das während des Lockdowns über soziale Medien entstanden ist: "Mit sieben weiteren MS-Erkrankten habe ich mich zusammengetan, weil wir, über die Distanz, eine Fotocollage erstellen wollten. Mit Botschaft. Organisiert haben wir das über die Gruppe und einen Messengerservice. Wir hatten auch virtuell unseren Spaß und haben so etwas gemeinsam geschaffen. Das hat uns tatsächlich bestätigt: Wir sind miteinander stark! Stärker als die MS. Und Corona hat uns nicht getrennt, sondern verbunden."

Mit Abstand und doch so nah. "Gerade jetzt in dieser besonderen Zeit, finde ich den Austausch sehr wichtig. Die Situation ist ohnehin schon sehr belastend, bei vielen ist der Stresspegel hoch. Wir helfen uns gegenseitig durch diese schwere Zeit und sind Miteinander Stark", erklärt die Ideengeberin des unter Corona-Bedingungen entstandenen Gemeinschaftswerks.

Die Mutter einer sechsjährigen Tochter lebt im Landkreis Hildesheim und arbeitet als Heilerziehungspflegerin in einem heilpädagogischen Kindergarten. Im Dezember 2019 hat die 34-Jährige die Diagnose Multiple Sklerose erhalten. Überrascht habe sie diese Nachricht jedoch nicht. "Ich war vorbereitet", erklärt Steffi. Schon vier Jahre zuvor hatte sie einen Schub, der aber nicht als Schub erkannt worden sei, berichtet sie. "Es wurde MS vermutet, aber nicht bestätigt."

Als vier Jahre später ein anderer Neurologe sie mit Verdacht auf MS ins Krankenhaus überwies, kam die Angst, erinnert sie sich: "Ich war mir sicher: Er hat recht. Als ich wieder Zuhause war, habe ich mich auf die Suche nach Informationen gemacht und bin auf die DMSG gestoßen. Besonders interessant war für mich, als ich erfuhr, dass meine behandelnde Neurologin im MS-Zentrum die Daten zur Auswertung an die DMSG schickt für das MS-Register."

Frisch nach der Diagnose hat man viele Fragen und es gibt Unsicherheiten. Steffi fing an, zu bloggen. "Ich verarbeite so auf meine Art und Weise die MS“, verrät sie, „deshalb gefallen mir die DMSG-Reporter auch so gut. Hier profitiert jeder von jedem. Es findet ein Erfahrungsaustausch statt und Jung kann von Alt lernen – wobei ich hier vom Zeitraum des Wissens um die Erkrankung und die damit verbundene Erfahrung spreche."

Auch Sie können, wie Steffi Wassmann, Ihre Erfahrungen mit Multipler Skerose in kreativen Ideen umsetzen – beteiligen Sie sich mit einem Beitrag zum Welt-MS-Tag 2021! Ab sofort sucht der DMSG-Bundesverband das Motto für den Welt-MS-Tag im kommenden Jahr, der zu dem von der Multiple Sclerosis International Federation (msif) vorgegebenen Rahmenthema "Connections" passen soll.

Bitte senden Sie Ihren Vorschlag zum Motto und Plakatmotiv spätestens bis zum 31. Oktober 2020 an den DMSG-Bundesverband. Auf die Gewinner warten attraktive Überraschungen.

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V.
Krausenstr. 50
30171 Hannover
Telefax: 0511 9 68 34-50
E-Mail: weltmstag@dmsg.de

 

Quelle: DMSG-Bundesverband e.V., 16.09.2020

 

 

- 16.09.2020