DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
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Anders normal mit Multipler Sklerose: MDR-Fernsehen porträtiert den Karikaturisten Phil Hubbe

Darf man über Behinderten-Witze lachen? Ja! Solange der Witz gut ist und dazu beiträgt, dass Menschen mit und ohne Handicap unverkrampfter miteinander umgehen, meint Phil Hubbe. Der Comiczeichner ist selbst an Multipler Sklerose erkrankt. Am Sonntag begleitet eine MDR-Sendung den Menschen hinter dem Cartoon und zeigt, wie Inklusion humoristisch gelingen kann.

Mit 22 Jahren die Diagnose Multiple Sklerose zu erhalten, ist schlimm genug – doch für einen Zeichner eine Katastrophe, denn die Autoimmunkrankheit ist unheilbar und kann schnell die motorischen Fähigkeiten einschränken. Genau das ist Phil Hubbe vor 28 Jahren passiert. Doch das Zeichnen an den Nagel hängen? Aufgeben, bevor es angefangen hat? Das kommt für den Karikaturisten nicht in Frage.

Aus der Not eine Tugend machen

© Privat

Gegen alle ärztlichen Ratschläge geht der Magdeburger seinen Weg weiter und zeichnet Karikaturen. Aus der Not eine Tugend machen, das scheint sein Motto. Deshalb wagt er sich als erster in Deutschland mit seinem schwarzen Humor an ein Tabu-Thema: Karikaturen über Menschen mit Behinderungen. Witze über Gehandicapte. „Als ich angefangen habe, war auch der Punkt: Naja, Witze über Behinderte, muss man da vielleicht irgendwas reinbringen, irgendwas Pädagogisches? Das funktioniert nicht. Den Zeigefinger da rein, das ist völliger Quatsch. Wenn man zeichnen will, muss erst der Witz funktionieren und bei einigen, die regen dann auch zum Nachdenken an. Und deshalb freue ich mich zu sehen, wenn in Ausstellungen Betroffene und Nicht-Betroffene zusammenstehen. Also erst dieses Verkrampfte und dann nachher sind sie ganz locker.“

Und Phil Hubbe hat Erfolg. Vor allem bei Menschen mit Behinderung kommen die Karikaturen sehr gut an. Viele Zuschriften ermuntern den Zeichner, weiterzumachen. Im Sommer 2016 stellte er seinen sechsten Cartoon-Band vor: 

Mehr über den Karikaturisten Phil Hubbe, seine Arbeit und seinen Umgang mit der Krankheit zeigt der MDR am Sonntag, 27.11.2016 ab 8.00 Uhr.

Später ist die Sendung in der Mediathek des MDR zu sehen.

Quelle: MDR - 24.11.2016

- 25.11.2016