DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

BARMER fördert Broschüren der DMSG

17.11.2009 - Seit 16 Jahren unterstützt die BARMER die Selbsthilfearbeit für Menschen, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind. So auch in 2009.

„Wir haben gerne die Layout- und Druckkosten für die Broschüren ‚MS in Deutschland’ und ‚Aktiv im Beruf´ übernommen“, betonte Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER Niedersachsen/Bremen anlässlich der Übergabe der ersten Exemplare durch Dorothea Pitschnau-Michel, Bundesgeschäftsführerin der DMSG. "Die Broschüre ´MS in Deutschland´ informiert umfassend über Ziele, Methodik und bisherige Ergebnisse des 2001 vom DMSG-Bundesverband initiierten MS-Register-Projektes “, berichtete Dorothea Pitschnau- Michel über den Inhalt der zwölf Seiten starken Publikation, die erstmals einen Überblick über das MS-Register-Projekt bietet. Verantwortliche, Teilnehmer, Methodik und alle bis Mitte dieses Jahres erfolgten Auswertungen werden vorgestellt. Diese Daten sind unerlässlich, um die Lebenssituation MS-Erkrankter, auch unter gesundheitsökonomischen Aspekten, zu verbessern. "Aus diesem Grund wurde das deutsche MS-Register ins Leben gerufen, das mittlerweile auch als Vorbild für ein europäisches MS-Register gilt", so die DMSG-Bundesgeschäftsführerin. Nach Abschluss der zweijährigen Pilotphase (2002 - 2003) wurden der Basisdatensatz modifiziert und neue MS-Zentren für die Dokumentation rekrutiert. Diese 118 Zentren haben bis Mitte 2009 insgesamt 34.023 verwertbare Datensätze erhoben. Die Auswertung dieser Daten hat interessante und aufschlussreiche Erkenntnisse, vor allem auch zur Versorgungssituation, erbracht. Trotz verbesserter technischer Möglichkeiten dauert es im Schnitt immer noch 3,1 Jahre bis zur Diagnosestellung. Mehr als 70 Prozent aller MS-Patienten werden immuntherapeutisch behandelt. Im Gegensatz dazu werden symptomatische Therapien sehr viel seltener verordnet. So erhalten 75 Prozent der an Fatigue, 80 Prozent der an kognitiven Störungen und ein Drittel der an Spastik leidenden Patienten keine Therapie.

Aktiv im Beruf

Das zweite Druckwerk „Aktiv im Beruf“ befasst sich mit den spezifischen Problemen, die sich für MS-Erkrankte im Zusammenhang mit Berufstätigkeit ergeben können und weist gangbare Wege zu einem ausgefüllten Berufsleben. Die Diagnose MS bedeutet keineswegs zwangsläufig das berufliche Aus. Oftmals sind es fehlende Informationen, die zu Schwierigkeiten führen. Der neue DMSG-Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema MS und Berufstätigkeit. Er gibt Hilfestellungen zur realistischen Einschätzung des Leistungsvermögens, Tipps und Anregungen für den Umgang mit MS am Arbeitsplatz, handfeste Informationen zum Arbeitsrecht sowie Hinweise auf Beartungs- und Anlaufstellen. Authentische Erfahrungsberichte MS-Erkrankter machen Mut,eigene Wege zu suchen und zu finden.

  • Willkommen im Online-Shop der DMSG

Redaktion: DMSG, Bundesverband e.V. - 17. November 2009

- 17.11.2009