DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Die DMSG bewegt - aktiv für mehr Lebensqualität mit Multipler Sklerose

Bewegung tut gut, das gilt auch für Menschen mit Multipler Sklerose. Doch allzu oft steht der innere Schweinehund im Weg. Hier setzt die Mobilisierungs-Serie des DMSG-Bundesverbandes an: Unter dem Motto „Die DMSG bewegt“ hat ein Filmteam MS-Erkrankte bei ihrem persönlichen Training begleitet - Zuhause, im Fitness-Studio, in der Sportgruppe, beim Yoga und bei speziell auf den individuellen Bedarf bei MS optimierten Programmen.

Wer kennt das nicht: Der Frühling naht und die Vorsätze für das neue Jahr wollen in die Tat umgesetzt werden. Ganz oben auf der Liste steht auch bei vielen MS-Erkrankten der Wunsch nach mehr körperlicher Fitness.

Doch plötzlich ist er wieder da, der innere Schweinehund und er hat Verstärkung mitgebracht: Die Multiple Sklerose in Gestalt des MS-Tieres, das mit Nachdruck auf dem Vorurteil beharrt, dass man sich mit MS schonen müsse.

Doch das ist Schnee von gestern: Die Aktion "Die DMSG bewegt" der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. gibt hilfreiche Tipps, wie man die Nervensägen verstummen lassen und den Spaß und die positive Wirkung von Sport für sich entdecken kann.

Sport und MS? Na klar!!

Längst überholt sind Warnungen, wonach MS-Erkrankte auf Sport verzichten sollten, um keine Verschlechterung ihres Krankheitsverlaufes zu riskieren. Vielmehr bildet körperliche Aktivität mittlerweile einen zentralen Baustein im Behandlungskonzept der MS. Vor allem aber ist erwiesen, dass Sport und ein auf den Bedarf von MS-Erkrankten abgestimmtes regelmäßiges Bewegungtraining helfen, die Auswirkungen der Symptome und Bewegungseinschränkungen einzudämmen.

Ergebnisse aus zahlreichen Studien haben gezeigt: MS Erkrankte profitieren vom Bewegungstraining. Sie werden mobiler, gewinnen an Lebensqualität und leiden seltener an Fatigue und Depressionen. Neue Studien belegen darüber hinaus, dass sich Bewegung auch bei MS-Erkrankten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung positiv auswirkt. Dieser Effekt ist auch bei Menschen mit progredienten Verlaufsformen der MS zu beobachten. Besonders Ihnen widmet sich ein Film, der im Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf gedreht worden ist.

Ob alleine Zuhause, in der Gruppe oder mit einem Coach: Über die vielen Möglichkeiten, selbst Einfluss auf die Auswirkungen der Symptome zu nehmen, will die DMSG informieren und MS-Erkrankte dazu ermutigen, diese Chancen wahrzunehmen und selbst für das eigene Wohlbefinden aktiv zu werden.

Claudia trainiert erfolgreich gegen die Spastik-Schmerzen

„Es ist so wichtig über die Wirkung von Sport aufzuklären“, betont Handicap-Modell Claudia, wie viel es ihr bringt, täglich ins Fitnessstudio zu gehen: „Meine Spastik wäre sonst nicht auszuhalten“. Seit 2003 lebt Claudia mit MS. Ein Leben ohne Sport kann sie sich kaum noch vorstellen. Zu groß sind die positiven Auswirkungen, die sie durch ihr Training in Ergänzung zur Physiotherapie feststellen kann. Effekte, die sich auch positiv auf das Selbstbewusstsein auswirken.

Sie wollen mehr über Claudia erfahren? Kein Problem: In Kürze werden wir die Powerfrau in einer Mutmach-Geschichte näher vorstellen.

Und das ist erst der Anfang

In den nächsten Wochen lernen sie in einer Serie von Kurzfilmen und Mutmach-Geschichten zahlreiche Menschen mit MS und verschiedene Sport- und Bewegungsangebote kennen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.  Bereits aktive MS-Erkrankte, aber auch Anfänger motivieren die Zuschauer, ihren inneren Schweinehund zu überwinden und die für sich passenden Übungen zu finden, die in den Alltag integriert werden können – im Büro, Zuhause, alleine oder in der Gruppe, mit Familie oder Kollegen.

Erfahrungsberichte, Trainingsbeispiele und Experten-Interviews bieten einen Anreiz, selbst aktiv zu werden, um die eigene Beweglichkeit solange wie möglich zu erhalten. Ob Bewegungsmuffel, Durchschnittlich-Trainierte oder Leistungs-Sportler: Für jeden gibt es eine Möglichkeit des Trainings - auch bei starken körperlichen Beeinträchtigungen.

Damit die Übungen effektiv sind, geben medizinische und therapeutische Experten professionelle Anleitungen. Ziel ist, ein auf die Anforderungen von MS-Erkrankten abgestimmtes, langfristiges Bewegungsangebot zu finden, das leicht zu erlernen ist, ohne großen Aufwand durchgeführt werden kann und Spaß macht - denn nur so kann eine nachhaltige Wirkung erzielt werden.

Welches ist die richtige Sportart für mach?
Mehr über die Wirkung von Sport bei MS erfahren Sie

Gemeinsam mobil mit MS: Was bewegt Sie?

Was hilft Ihnen, aktiv zu bleiben und den inneren Schweinehund zu besiegen?

Lassen Sie andere MS-Erkrankte an Ihren Erfahrungen teilhaben. Jeder ist eingeladen,  Übungen und Sportarten vorzustellen, die helfen und Spaß machen.
Bitte senden Sie Ihre Berichte, Bilder und Videos an www.dmsgdmsgde oder posten Sie diese auf Facebook oder in der DMSG Community.

Wir bedanken uns beim Bundesverband der AOK, der im Rahmen der Projektförderung der Krankenkassen die Kosten für dieses Filmprojekt übernommen hat.

Ein herzliches Dankeschön für die Zeichnungen vom inneren Schweinehund und dem MS-Tier geht an die Grafikerin Jennie Bödeker. Lesern der aktiv! sind ihre Comix schon bekannt. In Kürze können Sie die Künstlerin und ihre Geschöpfe auf www.dmsg.de näher kennenlernen. 

 

Quelle: DMSG-Bundesverband - 09.01.2017

10.01.2018