DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Eine "Kleine graue Wolke" zieht über Deutschland auf: Dokumentarfilm über Multiple Sklerose erobert die Kinos

"Da gibt es eine kleine graue Wolke an deinem blauen Himmel": So umschreibt der Arzt seiner jungen Patientin die Diagnose Multiple Sklerose. Für Sabine Marina war es ein Donnerschlag–bis sie beschloss, einen Film über die Krankheit zu drehen, der am 24.September bundesweit in den Kinos startet.

Sabine Marina, Absolventin im Fachbereich Medienproduktion der Hochschule OWL, hat es geschafft: Ihr 90-minütiger Bachelorabschlussfilm "Kleine graue Wolke" kommt in die Kinos. Darin stellt sie sich den brennenden Fragen rund um die unberechenbare und noch immer unheilbare Krankheit Multiple Sklerose.
Auf ihrer Reise durch Deutschland trifft sie Menschen, die mit MS leben, und lernt ihre ganz unterschiedlichen Lebensstrategien kennen. Zum Beispiel Katharina, die ihre Krankheit geheim hält, weil sie fürchtet, sonst ihre Karriere als Sängerin zu gefährden, die Therapeutin Sonja oder das Ehepaar Peter und Silke, die beide MS haben, und sich in ihrem Alltag gegenseitig unterstützen.
Begegnungen, die Sabine Marina ermutigen, ihr Schicksal aktiv in die Hand zu nehmen. So ist "Kleine graue Wolke" ein persönlich erzählter Dokumentarfilm über eine starke junge Frau und ihren Weg aus der Angst zurück ins Leben.

"Ein Film von einer, die auszog das Fürchten zu verlernen", resümierte eine bundesweite Tageszeitung.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. hat Sabine Marina (geborene Volgmann)und ihr Filmprojekt bereits in einer Mutmach-Geschichte und im Rahmen des Welt MS Tages 2013 vorgestellt. Ein Jahr später erhielt Ihr Dokumentarfilm "Kleine graue Wolke" den Hertie-Preis 2014. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro setzt die junge Regisseurin für Filmvorführungen in ganz Deutschland ein. Aktuell ist sie für den "Deutschen Engagementpreis 2015" nominiert. Vorab wurde der Film auf Festivals gezeigt. Der DMSG-Bundesverband wird in der kommenden Woche über die Reaktionen des Publikums berichten und im Interview mit der Regisseurin klären, wie der Film ihr Leben und ihren Blick auf die Krankheit verändert hat.

"So kurz vor dem Ende des Studiums mit der Diagnose MS konfrontiert zu werden, war ein harter Schlag, doch er hat viele spannende Sachen in meinem Leben verändert, und das vor allem zum Guten!", verdeutlicht Sabine im Regiekommentar: "Seit ich mir über meinen Berufswunsch klar bin, habe ich mich oft gefragt, wo sich die Nützlichkeit in ihm verbirgt, abgesehen von Entertainment. Allein das hat mir die MS jetzt eröffnet: Nie zuvor habe ich so sehr gespürt, wie man mit einem Film Hilfe, Hoffnung und Gemeinschaft geben kann."

- 21.09.2015