DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Glatiramerazetat bei Multipler Sklerose: Weniger oft spritzen durch neue Dosierung

Seit April 2015 steht der Wirkstoff Glatiramerazetat auch zur dreimal wöchentlichen Anwendung mit jeweils 40 mg für erwachsene Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RRMS) zur Verfügung. Nach Herstellerinformationen bleiben die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Wirkstoffes trotz geänderter Dosierung und Applikationshäufigkeit bestehen.

In einer einjährigen multizentrischen Studie an 1404 Patienten mit schubförmiger MS hatte sich gezeigt, dass die neue Dosierung gegenüber Placebo hinsichtlich Schubrate und kernspintomographischer Krankheitsaktivität überlegen war. Allerdings kann eine Aussage über eine gleichwertige Wirksamkeit beider Applikationsmengen momentan nicht abschließend beantwortet werden, da kein direkter Wirksamkeitsvergleich erfolgt ist.

Reduktion der injektionsbedingten Nebenwirkungen

Eine andere Studie zum direkten Vergleich der Therapieregime von Glatiramerazetat ergab, dass sich die injektionsbedingten Nebenwirkungen unter der neuen Dosierung nahezu halbierten.

"Die dreimal wöchentliche Gabe bedeutet für den betroffenen Patienten zum einen mehr ‚spritzfreie Zeit‘ und zum anderen weniger Nebenwirkungen an der Injektionsstelle", sagt Prof. Dr. Bernd C. Kieseier, Leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Mitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes.

Quelle: Presseinformation der Herstellerfirma - 12. März 2015
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- 10.04.2015