DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Hertie-Preis 2015 fördert vorbildlichen Einsatz auch für Menschen mit Multiple Sklerose

Setzen Sie sich, unabhängig davon, ob Sie selbst erkrankt sind, ganz besonders für Menschen mit Multipler Sklerose ein, oder kennen Sie jemanden, von dem Sie meinen, dass er oder sie diese Auszeichnung verdient hat? Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung verleiht im Jahr 2015 zum 24.Mal den Hertie-Preis für ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfe

Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson etc., stellen die Erkrankten und ihre Angehörigen vor emotionale und praktische Herausforderungen, die im Austausch mit anderen oft besser bewältigt werden können. Aktivitäten von und mit Gleichgesinnten helfen vielen dabei, neuen Mut zu fassen und den Alltag besser zu bewältigen. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der jährlich vergeben wird, zeichnet vorbildliche Aktivitäten von Selbsthilfegruppen und sehr engagierten Menschen im Bereich der Multiplen Sklerose und der neurodegenerativen Erkrankungen aus.

Mit ihrem Preis würdigt die Hertie-Stiftung Aktionen, die kreativ, ungewöhnlich oder durch einen besonderen Zusammenschluss von unterschiedlichen Menschen geprägt sind. Die Größe des Projekts ist dabei weniger entscheidend als der Einsatz der Akteure.

Unter den bisherigen Preisträgern sind viele bekannte Gesichter, die in den letzten Jahren in Berichten des DMSG-Bundesverbandes vorgestellt wurden , z.B. die Journalistin Brigitte Hagedorn, die einen MS-Audio-Podcast produziert:

Oder Daniel, der mit 17 Jahren die Diagnose MS erhielt und mit Gründung der Internet-Gruppe "Die MS hat’s nicht leicht mit mir" den Grundstein legte für ein Netzwerk, das bundesweit nicht nur junge Menschen mit MS verbindet:

Auch die amtierende Hertie-Preisträgerin, Sabine Marina (geborene Volgmann), wurde auf www.dmsg.de in einer Mutmach-Geschichte und im Rahmen des Welt MS Tages 2013 vorgestellt. Ihr Dokumentarfilm "Kleine graue Wolke" erhielt den Hertie-Preis 2014. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro will die junge Regisseurin jetzt für Filmvorführungen in ganz Deutschland einsetzen.

Bewerbungen sind ab sofort möglich

Prämierte Hertie-Preis-Aktionen schauen über den Tellerrand, machen anderen Betroffenen Mut, bauen Vorurteile ab und schaffen idealerweise Aufmerksamkeit. In der Regel wird das Preisgeld auf mehrere Preisträger verteilt. Bewerbungen sind bis zum 10. April 2015 formlos und gerne per E-Mail an die Hertie-Stiftung zu richten. Enthalten sein sollten in folgender Reihenfolge:

  • Name und Adresse der vorgeschlagenen Person oder Gruppe (mit Ansprechpartner)
  • Beschreibung der Aktivität und besonderen Leistung der Gruppe / der Person mit Betonung des ungewöhnlichen Charakters
  • Vorgesehener Verwendungszweck des Preisgeldes
  • maximal zwei Referenzen für den Vorschlag (z.B. Befürwortungsschreiben von Vereinsvorsitzenden, Politikern, Geistlichen etc.)
  • maximal zwei Berichte über die vorgeschlagene modellhafte Aktivität oder die Person (Zeitungsberichte, Tätigkeitsberichte etc.)

Selbstbewerbungen sind erlaubt. Die Mitgliedschaft in einer Selbsthilfe-Vereinigung ist nicht Voraussetzung für die Bewerbung und erfüllt alleine nicht die Preiskriterien. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige, von der Hertie-Stiftung eingesetzte Jury, die selbst Vorschläge einbringen kann. Die Preisverleihung erfolgt in der zweiten Jahreshälfte.

Wollen Sie jemanden vorschlagen, der oder die sich intensiv für andere einsetzt – und das auf eine besondere, ungewöhnliche Art, vielleicht kreativ oder sportlich? Dann richten Sie Ihre Bewerbung an die Hertie-Stiftung!

 

Quelle: Bilder ©Hertie-Stiftung

- 05.02.2015