DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Impfung gegen Schweinegrippe bei MS weiterhin empfohlen

20.11.2009 – Verunsicherung bei MS-Erkrankten: Impfen oder nicht? Empfehlung des AEB weiterhin aktuell

Viele MS-Erkrankte fragen immer wieder bei der DMSG an, ob sie sich gegen die ‚Schweinegrippe’ nun impfen lassen sollten oder nicht. Grund der wachsenden Verunsicherung sind Berichte und Schlagzeilen, aber auch widersprüchliche Aussagen, die durch die Medien verbreitet werden.

Wir möchten hiermit noch einmal darauf hinweisen, dass entgegen vereinzelter Empfehlungen, die pauschal eine Schutzimpfung gegen H1N1 für chronisch Kranke, insbesondere MS-Patienten ablehnen, die Empfehlungen des Ärztlichen Beirates der DMSG, Bundesverband e.V. weiter zutreffen. Sie stehen in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI), des Robert-Koch-Institutes (RKI) sowie der Ständigen Impfkommission (STIKO) und können hier herunter geladen werden:

Hier noch einige Hinweise für Sie:

Der Ausbruch der Grippe selbst kann bei MS schwere Schübe verursachen.

Bei Patienten mit begrenzter Mobilität treten mit höherer Wahrscheinlichkeit Komplikationen wie z.B. eine Lungenentzündung auf.

Patienten mit reduzierter Lungenfunktion oder Atemproblemen haben ein höheres Risiko für Komplikationen und sollten deshalb eine Impfung vornehmen lassen.

Wir empfehlen, dass sich MS-Erkrankte von ihrem behandelnden Neurologen individuell hinsichtlich einer Impfung gegen H1N1 beraten lassen sollten.

Wenn die Entscheidung gegen eine Impfung fallen sollte, müssen unbedingt allgemeine Regeln zur Infektionsvermeidung beachtet werden wie: Vermeiden größerer Menschenansammlungen, kein Kontakt zu Grippekranken, Abstand halten, auf Händeschütteln verzichten, häufiges Händewaschen und viel frische Luft.

Weitere Informationen finden Sie hier:

 

 
Redaktion: DMSG, Bundesverband e.V.,20. November 2009
 

- 20.11.2009