DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Internationale Umfrage: Junge Menschen mit Multiple Sklerose

Was bewegt junge MS-Erkrankte? Wie unterstützen MS-Organisationen junge Menschen mit Multipler Sklerose in der ganzen Welt? In der aktuellen Ausgabe von "MS in focus", dem Magazin der MSIF (Multiple Sclerosis International Federation), zu der auch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) gehört, sind die Ergebnisse der internationalen Umfrage ab sofort auch in deutscher Sprache erhältlich.

Weltweit mehr als 4600 Menschen im Alter zwischen 15 und 40 Jahren haben im letzten Jahr an der MSIF-Umfrage teilgenommen. Darunter auch viele Besucher der Website des DMSG-Bundesverbandes auf www.dmsg.de. Die Mehrheit der Befragten bekam die Diagnose zwischen dem 21. und dem 30. Lebensjahr. 67 Prozent litten an schubförmig-remittierender MS, 3 Prozent an progredient-remittierender MS, 4 Prozent hatten primär-progrediente MS, 7 Prozent eine sekundär-progrediente Verlaufsform und 19 Prozent gaben "andere" oder "unsicher" an.

Die Fragen reichten von Selbstverständnis und Unabhängigkeit über Beziehungen, Ausbildung, Karriere, Familiengründung, einen gesunden Lebensstil bis zum Zugang zu medizinischer, finanzieller und sozialer Unterstützung. Besonders interessiert waren die Befragten aus mehr als 100 Ländern an Informationen zu Therapie (21 Prozent), Diät und Sport.

Das Internet als wichtige Informationsquelle

Um sich auf dem Laufenden zu halten, wählten junge MS-Erkrankte vor allem Webseiten wie www.dmsg.de dicht gefolgt von Pflegern und Ärzten. 84 Prozent gaben an, dass die Aussage "Alle meine Freunde wissen, dass ich MS habe" wahr oder "etwas wahr" ist. Sorge bereiten mögliche Auswirkungen auf Partnerschaft, Schule, Universität, Arbeit sowie das Leben und die geistige Gesundheit in Zukunft.

Die Mehrheit der Befragten lässt sich nach eigenen Angaben nur "manchmal davon abhalten, das zu tun, was sie machen wollten". Mehr als die Hälfte benötigt keine tagtägliche Unterstützung. Allerdings sind 60 Prozent manchmal wütend, dass sie MS haben. Wichtig ist den Befragten die emotionale Unterstützung aus der Familie und dem Freundeskreis. Vor allem aber auch "die Fähigkeit weiterhin arbeiten zu können", "unabhängig" zu sein und "die öffentliche Wahrnehmung der MS".

 

Ein Dankeschön an alle, die sich an der Umfrage beteiligt haben.

 

Quelle: MSIF

- 10.04.2013