DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

"Multiple Sklerose behandeln": Bundespräsident Christian Wulff startet als Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes interaktives Informationsangebot im Internet

"MS behandeln", entwickelt von Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und AMSEL, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg, ist ein umfangreiches multimediales Projekt, in dem alle derzeit bekannten Therapieformen der Multiplen Sklerose anschaulich und nachvollziehbar vorgestellt werden.

Bundespräsident Christian Wulff startete das Internettool, das weltweit vorbildlich für die kompetente Information von MS-Patienten ist, unmittelbar vor Beginn des DMSG-Festaktes am 4. November 2010 in Berlin.

"Im Hinblick auf Attraktivität, Aktualität sowie Vollständigkeit und Unabhängigkeit ist "MS behandeln" ein führendes und einzigartiges Angebot im Internet, das sich nachhaltig an den Bedürfnissen MS-Erkrankter orientiert. Dabei geht es um eine wertneutrale Darstellung von Behandlungsoptionen, deren Wirkweise im Körper und ihre möglichen Nebenwirkungen. Zu den Zielgruppen zählen darüber hinaus auch Angehörige, Interessierte sowie Therapeuten und beratende Organisationen", erläuterte Dorothea Pitschnau-Michel, Bundesgeschäftsführerin der DMSG.

Behandlungsoptionen erklären - Therapieabbrüche vermeiden

An Multipler Sklerose, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des Zentralen Nervensystems, leiden in Deutschland rund 130.000 Menschen. Sie ist die Erkrankung, die im jungen Erwachsenenalter am häufigsten zu einer dauerhaften Behinderung führen kann. In den letzten 15 Jahren haben neue medikamentöse Therapien beim schubförmigen Verlauf sowie symptomatische Behandlungsoptionen bei chronisch-progredientem Verlauf eine rasante Entwicklung genommen. Oftmals fehlt im Arzt-Patienten-Gespräch die Zeit für ausführliche Erläuterungen zur Behandlungsempfehlung. Dies hat zur Folge, dass Patienten den Nutzen der Therapie und die Wirkweise im Körper zu wenig erkennen und beispielsweise aufgrund von Nebenwirkungen die Therapie abbrechen. "MS behandeln" soll hier Abhilfe schaffen und gibt MS-Erkrankten die Möglichkeit, Therapien und ihre Auswirkungen besser zu verstehen. "Ziel unseres Tools ist der aufgeklärte, informierte Patient, der auf Augenhöhe mit seinem Arzt über Behandlungsoptionen diskutieren und mitentscheiden kann", erklärte AMSEL-Geschäftsführer Adam Michel.

Informativ und leicht bedienbar

Um Übersichtlichkeit und schnelle Bedienung zu erreichen, sind die dargestellten Behandlungsformen in sechs Hauptbereiche gegliedert:
Schubtherapie, Immunprophylaktische Therapie, Symptomatische Therapie, Rehabilitationsverfahren, Entspannungsverfahren und Alternative Therapien.
Die Informationen werden in Form von Texten, Aufzählungen und Tabellen dargeboten, die mit vertonten 2D- und 3-D-Animationen, Infofilmen, Realfilmen und Fotos anschaulich illustriert werden.

Fachlich begleitet wurde "MS behandeln" von ausgewiesenen MS-Experten: Prof. Dr. med. Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum und Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes sowie PD Dr. med. Peter Flachenecker, Chefarzt der Neurologischen Rehabilitationsklinik Bad Wildbad und Mitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes und Vorsitzender des Ärztlichen Beirates der AMSEL.

Während die inhaltliche Realisierung bei Ulla Behn-Mangold, Agentur media consulting Hannover, lag, war die Berliner Firma interActive Systems, deren Geschäftsführer Dr. Marko Reschke den Online-Start mit verfolgte, für die technische Umsetzung verantwortlich. Die Techniker Krankenkasse, beim Lokaltermin vertreten durch die Leiterin der Landesvertretung Berlin-Brandenburg, Susanne Hertzer, hat im Rahmen der Projektförderung der Krankenkassen, die Kosten für das multimediale Internettool "MS behandeln" übernommen.

- 04.11.2010