DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

PML-Fall bei der Multiple Sklerose-Therapie mit Fingolimod

Auf Anfrage der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. hat die Herstellerfirma ihre aktuelle Meldung bestätigt, wonach es bei der Behandlung der Multiplen Sklerose mit Fingolimod nach 2013 zu einem weiteren Fall von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML) gekommen ist.

Wie der Hersteller berichtet wurde der Patient mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) über vier Jahre mit Fingolimod behandelt. Er zeigte in einer routinemäßigen MRT-Untersuchung im Januar 2015 MS-atypische Läsionen, die auf eine PML hindeuteten. Nach einer folgenden Liquor-Untersuchung, mit positiver Testung auf das JC-Virus, bestätigte sich die Diagnose PML. Derzeit geht es dem Patienten gut. Es wurden keinerlei klinische Merkmale einer PML beobachtet und die Behandlung mit Fingolimod wurde abgesetzt. Der Patient wird weiter beobachtet.

Vor der Therapie mit Fingolimod erhielt der männliche Patient eine andere verlaufsmodifizierende Therapie. Zu keinem Zeitpunkt gab es jedoch, wie bei den meisten der bisher berichteten Fälle, einen Zusammenhang mit einer Natalizumab-Therapie.

Sobald weitere Informationen und Empfehlungen für MS-Erkrankte zu einer Therapie mit Fingolimod bekannt werden, wird der DMSG-Bundesverband erneut auf www.dmsg.de. darüber berichten.

Quelle: Mitteilung der Herstellerfirma - 16. Februar 2015

- 13.03.2015