DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Schmerzmittel mit Paracetamol werden teilweise rezeptpflichtig

16.03.2009 – Ab dem 1. April 2009 werden Medikamente gegen Schmerzen und Fieber, die in einer Packung mehr als 10 Gramm des Wirkstoffs Paracetamol enthalten, aus Gründen des Verbraucherschutzes verschreibungspflichtig. Zäpfchen sind von dieser Regelung allerdings nicht betroffen.

Die Bundesapothekenkammer weist darauf hin, dass Paracetamol richtig dosiert ein empfehlenswertes Schmerz- und Fiebermittel darstellt, das auch für Kinder gut geeignet ist und auch häufig angewendet wird. Allerdings sollte eine Überschreitung der Höchstdosierung unbedingt vermieden werden, da sonst Folgeschäden auftreten können. So sind zum Beispiel bei gesunden Erwachsenen, die die empfohlene maximale Tagesdosierung von 4 Gramm Paracetamol einmalig um 2 Gramm überschreiten, bereits Leberschäden möglich. Bei Kindern liegen die Grenzwerte niedriger.

Ratsam ist, die Bemessung an das Alter und das Körpergewicht anzupassen. In der Regel werden bei Kindern 10 bis 15 Milligramm Paracetamol pro Kilogramm Körpergewicht als Einzelgabe, aber nicht mehr als 60 Milligramm pro Tag empfohlen. Apotheker informieren ausführlich über die Selbstmedikation und berechnen die individuelle Dosierung. Grundsätzlich sollten Schmerzmittel aber ohne ärztliche Verordnung nicht länger als drei Tage und nicht häufiger als zehn Tage im Monat eingenommen werden.

Zu beachten ist darüber hinaus sowohl eine mögliche unbeabsichtigte Überdosierung durch die Kombination verschiedener Arzneimittel, die den Wirkstoff enthalten können, als auch die sichere Aufbewahrung.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände - 12. März 2009

- 16.03.2009