DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Stellungnahme des Ärztlichen Beirats der DMSG, Bundesverband e.V. zu Organtransplantation, Blutspende und Stammzell-Spende bei Multipler Sklerose (aktualisiert)

Seit dem 1. November 2012 ist das "Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz" in Kraft, das Krankenkassen verpflichtet, ihre Versicherten regelmäßig über die Möglichkeit der Organspende zu informieren: Wie aber sieht es aus, wenn eine chronische Erkrankung wie die Multiple Sklerose vorliegt? Der Ärztliche Beirat der DMSG, Bundesverband e.V., hat sich mit dieser Frage noch einmal auseinandergesetzt und seine Stellungnahme Nr. 3/2012 wie folgt aktualisiert:

MS-Erkrankte kommen als Organspender oder gar Stammzellspender nur in Ausnahmefällen in Betracht. Transplantationen beruhen immer auf Einzelfall-Entscheidungen, bei denen verschiedene Aspekte zu berücksichtigen sind. Dabei ist der erhoffte Nutzen (für den Empfänger) gegen potenzielle Risiken (für Empfänger und Spender) abzuwägen. Um die komplexen Entscheidungsprozesse zu erleichtern, bereitet die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) derzeit eine Stellungnahme vor, die sich speziell mit der Organspende bei Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose befasst.

Für den Ärztlichen Beirat der DMSG, Bundesverband e.V.

Prof. Dr. med. Reinhard Hohlfeld,
Klinikum der Universität München, Großhadern
Institut für Klinische Neuroimmunologie

Hannover, den 26. August 2015

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.
www.dmsg.de


Für den Ärztlichen Beirat der DMSG, Bundesverband e.V.:

Der Vorsitzende Prof. Dr. med. Reinhard Hohlfeld, Klinikum der Universität München, Großhadern, Institut für Klinische Neuroimmunologie


- 13.11.2012