DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Superheld mit Multiple Sklerose: Scooterman – schwer behindert…schwer zu stoppen!

Autor Knud Kohr hat Multiple Sklerose. Als "Scooterman" verarbeitet er in seinen Kolumnen satirisch überspitzt den Alltag mit seinem treuen Gefährten, dem Elektroscooter Harry: In seinem aktuellen Gemeinschaftswerk mit Cartoonist Phil Hubbe haben die beiden Helden mit einer ebenfalls gehandicapten Gangsterbande zu kämpfen.

Scooterman, lebt in Berlin Charlottenburg. Im Jahr 2002 konnte er plötzlich seinen Fuß nur noch wenige Zentimeter heben. Nach ein paar Untersuchungen folgte die Diagnose: Multiple Sklerose. Scooterman tat das einzig Logische: Er erklärte sich selbst zum Superhelden und fährt seitdem ruhelos und unerschrocken auf seinem sprechenden Elektroscooter "Harry" durch die Straßen der Hauptstadt. Gemeinsam starten sie in ein Abenteuer, in dem drei Ganoven mit Handicap unverhofft eine große Rolle spielen.

Einer taub, einer blind und einer ohne Beine wünschen sich die drei Kriminellen schnell, dass sie Scooterman nie begegnet wären. Oder besser noch: Dass es bei ihrer Abschlussprüfung zum Sprengmeister nicht zu diesem verheerenden Fehler gekommen wäre. Auf 96 Seiten erleben die Leser ein rasantes Abenteuer – mit zweitausend Watt durch die eisige Nacht.

Mit Knud Kor und Phil Hubbe hat sich ein Dreamteam gefunden. Nicht, weil sie beide an MS erkrankt sind. Nein. Dem Autor und dem Cartoonisten gelingt es gemeinsam meisterhaft, mit tiefgründigem, zuweilen makabren Humor, über das Leben mit Handicap zu erzählen. Mitleid ist ihnen ebenso fremd wie Selbstmitleid. Vielmehr geht es dem humoristischen Duo einmal mehr darum, "die Guten zu belohnen und den Bösen in die Hacken zu fahren…"

Knud Kohr/ Phil Hubbe
Scooterman. Schwer behindert…schwer zu stoppen!
erschienen im Lappan-Verlag
ISBN 978-3-8303-3385-2
ist zum Preis von 9,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Weiterführende Links

  • Knud Kohr, geboren 1966, hat trotz MS im Jahr 2010 eine Weltreise unternommen und verarbeitete seine Erfahrungen in dem Buch "500 Meter: Trotz Multipler Sklerose um die Welt".
    Der DMSG-Bundesverband berichtete in einer Mutmach-Geschichte. Seine Scooterman-Kolumne erscheint regelmäßig in der taz.

  • Phil Hubbe, geboren 1966, zeichnet seit über 20 Jahren für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften und ist präsent im Fernsehen und zahlreichen Ausstellungen. Viele kennen seine Kalender und seine Bücher mit behinderten Cartoons. Er erkrankte 1985 an MS.
    Wir berichteten

- 19.08.2015