DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
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US-Serienstar lebt seit fast 15 Jahren mit Multiple Sklerose

Schon als 20-Jährige bekam Jamie-Lynn Sigler die Diagnose MS. Doch erst jetzt ist die Schauspielerin aus der US-Serie "Die Sopranos" an die Öffentlichkeit gegangen: "Ich war bis jetzt noch nicht dazu bereit", gestand sie in einem Interview mit dem "People"-Magazin. Auch deutsche Fans können ihr Fragen zu ihrem Kampf gegen MS stellen.

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Die Diagnose MS stellt auch Hollywood-Stars, wie Jamie-Lynn Sigler, vor die Frage: Soll ich meinem Umfeld von der Erkrankung erzählen?

Jamie-Lynn Sigler wurde 1981 in New York City geboren. Sie stand schon im Alter von sieben Jahren auf der Bühne, sang und spielte bereits in mehr als einem Dutzend Theaterproduktionen mit, darunter "Annie," "The Wizard of Oz," "The Sound of Music," "The Wiz," and "Gypsy." Bekannt ist sie vor allem durch ihre Rolle als Meadow in der Serie "Die Sopranos". Mit der legendären Serie um eine Mafiafamilie feierte Jamie-Lyyn Sigler acht Jahre lang ihre größten Erfolge. Auch in einer Gastrolle in der Serie "How I met your mother" war sie zu sehen. Lange hatte die Schauspielerin keine Beschwerden, aber in letzter Zeit sei der Arbeitsalltag für sie immer schwerer geworden. Während der Dreharbeiten habe sie zunehmend mit den Symptomen der Krankheit zu kämpfen, berichtet sie: "Manchmal hätte ich mich nur 10 Minuten hinsetzen müssen, aber ich habe mich nicht getraut zu fragen." Zu groß war die Angst, dass sie wegen ihrer MS keine Rollen mehr bekommen würde. Also habe sie ihr Geheimnis lange bewahrt. Bis jetzt.

Die junge Frau will ihre MS nicht mehr verschweigen

Auslöser für ihre neue Offenheit im Umgang mit der Krankheit ist ihr kleiner Sohn. Vergangenes Jahr hatte die 34-Jährige ihren Verlobten den Baseball-Profi Cutter Dykstra (26) geheiratet. Der gemeinsame Sohn ist zwei Jahre alt. "Ich wollte nicht, dass er in ein Alter kommt, indem er das Gefühl hat, ein Geheimnis für mich bewahren zu müssen", erklärt Jamie-Lynn. Fast 15 Jahre Leben mit MS: "Nach all den Jahren denken viele, dass ich mich damit abgefunden habe. Aber es ist schwer zu akzeptieren." Dennoch schaut sie positiv in die Zukunft. Vor allem wegen ihres Sohnes. "Ich will ihm mit meiner Stärke und meinem Mut ein Vorbild sein", hoffe sie, dass ihre Entscheidung, offen über ihre Krankheit zu sprechen, auch andere dazu ermutigt, sich dem gemeinsamen, internationalen Kampf gegen MS anzuschließen - mit dem Ziel, die Forschung und die Therapie voranzutreiben.

Gemeinsam stark: Die DMSG eröffnet Perspektiven für Menschen mit MS

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft fördert die Forschung und unterstützt MS-Erkrankte und ihre Angehörigen mit einer großen Bandbreite an fachkundigen Informationen, Hilfen und Beratung, eigenständig mit der Krankheit zu leben und ihren Alltag in Familie und Beruf aktiv in die Hand zu nehmen und ihre Zukunftsperspektiven positiv zu gestalten. Mehr

  • Die neue DMSG-Broschüre "Papa hat MS" hilft, Kindern die Angst vor der Krankheit zu nehmen und ist für Mitglieder kostenfrei im Online-Shop und bei den DMSG-Landesverbänden erhältlich. Wir berechnen lediglich die Verpackungs- und Portogebühren.

Quelle: People-Magazin, CNN - 21. Januar 2016

- 22.01.2016