DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Gibt es eine MS-Frühdiagnose?

17.05.05 - Aufruf an neu diagnostizierte MS-Patienten - Wissenschaftler benötigen Ihre Mithilfe!

Im Jahre 2003 hatte die Innsbrucker Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Berger in einer der angesehensten wissenschaftlichen Zeitschriften, dem New England Journal publiziert, dass beim ersten MS-Schub der Nachweis von sogenannten Abwehrstoffen („Antikörper“) gegen Eiweiße des Nervensystems eine Vorhersage künftiger weiterer Schübe erlaubt. Dieses aufsehenerregende Forschungsergebnis wird seither von anderen Labors in Zusammenarbeit mit der Innsbrucker Gruppe kritisch überprüft, und hat im Wesentlichen bisher Bestand.

Keiner von uns weiß, wie lange vor dem ‚ersten Schub’ die zur Krankheit MS führende Immunreaktion im Körper wirklich beginnt.

Deshalb möchten wir gerade frisch diagnostizierte MS-Patienten um ihre Mithilfe bitten:

Falls Sie in den Jahren 2002 - 2004 vor Beginn der Multiplen Sklerose Blut gespendet haben, würden wir Sie bitten uns den entsprechenden Landesverband des Roten Kreuzes oder die Blutspendeeinrichtung zu nennen und mit beigefügter Erklärung dazu zu ermächtigen, eine Serumprobe von ca. 0.5 ml anzufordern.

Daraus können wir in unseren Forschungslaboren die oben beschriebenen Analysen durchführen. Falls gewünscht, können wir Sie gerne über die Ergebnisse in Kenntnis setzen.

Wir danken Ihnen für Ihre Mitarbeit bei diesem wichtigen Forschungsprojekt

Prof. Dr. Ralf Gold
Prof. Dr. Klaus V. Toyka

Hier finden Sie die Erklärung

DMSG Bundesverband e.V
07. Februar 2005

zuletzt geändert:
17. Mai 2005

- 08.09.2005