DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Injektionshilfen, zur Erleichterung der Verabreichung von Betainterferon und Glatiameracetat

Viele der relativ neuen, gut wirksamen MS-Medikamente können bis jetzt leider nur durch Injektion (Spritze) verabreicht werden. Alle Pharmafirmen arbeiten mit Anstrengung daran, diese Wirkstoffe auch in Tablettenform anbieten zu können. Bisher scheitert dieser Versuch daran, dass die Medikamente bei oraler Verabreichung nicht vollständig aufgenommen werden.

Es gibt jedoch für alle Produkte technische Hilfsmittel, die die Injektionstherapie deutlich erleichtern.

Copaxone® (Glatiameracetat)
Für die Therapie mit Copaxone® (Teva Pharma / Aventis Pharma) steht zum Beispiel die automatische Injektionshilfe „Autojekt 2“ zur Verfügung. Sie soll die subcutane Injektions des Medikamentes deutlich erleichtern. Ausserdem ist seit Januar 2003 ein Ampullenadapter für dieses Medikament auf dem Markt. Er vereinfacht das Aufziehen des Injektionswassers und die Zubereitung der Injektionslösung.

Betaferon® (Interferon-beta. 1-b)
Seit Januar 2003 bietet die Herstellerfirma (Schering) kostenlos den neuen Betaferon®-Injektomat „Betaject® Light“ an. Durch eine verbesserte Injektionstechnik soll die Zahl der Hautreaktionen an der Einstichstelle deutlich verringert werden.
Der Injektomat kann von ihrem Arzt unter der Betaferon®-Telefonnummer 0800-238 23 37 bei dem Unternehmen angefordert werden.

Rebif®22 / 44 (Interferon-beta. 1-a)
Auch für dieses Produkt der Firma Serono gibt es eine Injektionshilfe. Sie heißt Rebiject™ Mini und erleichtert die subcutane Injektion.

Avonex® (Interferon-beta. 1-a)
Die Injektionshilfe für dieses Präparat der Firma Biogen befindet sich noch in der Testphase.

Januar 2003

- 16.01.2003