DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Multiple Sklerose-Therapie: Ofatumumab zugelassen, aber noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich

Die Europäische Kommission hat Ofatumumab (Handelsname Kesimpta®) am 26. März 2021 zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmig verlaufender Multipler Sklerose (RMS) mit aktiver Erkrankung, definiert durch klinischen Befund oder Bildgebung, zugelassen. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. berichtete.

Ofatumumab ist der erste komplett humanisierte Antikörper, der nach der ersten Injektion unter Anleitung von medizinischem Fachpersonal auch durch den MS-Erkrankten mittels subkutaner Injektion selbst injiziert werden kann.

Für Patienten, die für ihre Behandlung Ofatumumab benötigen, besteht nach § 73 Arzneimittelgesetz (AMG) die Möglichkeit, das Produkt als Einzelimport aus dem EU-Ausland zu erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass das Arzneimittel zuvor von einem Arzt verordnet worden ist. Ihr Arzt wird in der Regel bei Ihrer Krankenkasse eine schriftliche Kostenzusage im Sinne einer Einzelfallentscheidung beantragen, wenn Sie gesetzlich versichert sind und die Verordnung auf Kassenrezept erfolgt. Auch im Falle von Beihilfeberechtigung und oder Privater Krankenversicherung ist ein solcher Antrag unbedingt zu empfehlen, da die Kosten sonst nicht sicher erstattet werden.

Mehr über Ofatumumab lesen Sie in unserem Bericht über die Zulassung.

Quelle: idw - 28.06.2021

- 14.07.2021