DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Multiple Sklerose-Therapie: Reihe der Patientenhandbücher um Natalizumab und Ocrelizumab erweitert

Leicht verständliche und unabhängige Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken der Wirkstoffe Natalizumab und Ocrelizumab haben der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) jetzt in zwei weiteren Patientenhandbüchern erstellt. Die handlichen Broschüren sollen MS-Erkrankte dabei unterstützen, aufgeklärt und auf Augenhöhe gemeinsam mit ihrem Neurologen eine Entscheidung für eine individuelle Immuntherapie zu treffen.

Die Forschung auf dem Gebiet der MS hat große Fortschritte gemacht. Immer mehr Therapeutika, die tief in das Immunsystem eingreifen, sind zugelassen. Umso wichtiger ist es, dass Patienten ermächtigt werden, die Vor- und Nachteile auf dem Weg zur individuell passenden Therapie mitzubestimmen.

Multiple Sklerose, die häufigste Erkrankung des Zentralen Nervensystems im jungen Erwachsenenalter, ist nach wie vor unheilbar. Die Therapie mit den verlaufsmodifizierenden Wirkstoffen soll vor neuen Schüben und der Zunahme der Behinderung schützen. Es ist für MS-Erkrankte von großer Bedeutung, laiengerecht über alle bekannten Aspekte aufgeklärt zu werden, um besser vorbereitet in ein Therapiegespräch mit dem Neurologen gehen zu können.

Wie wirken Natalizumab und Ocrelizumab?

Die vorliegenden Patienteninformationen zu Ocrelizumab und Natalizumab fassen das jeweilige Wissen über Wirkweise, Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Risiken zusammen und beruhen auf den Zulassungsstudien des jeweiligen Wirkstoffes.

Konzeption und Inhalt der Broschüren wurden wissenschaftlich von MS-Experten erarbeitet, die Lesbarkeit und Verständlichkeit von MS-Erkrankten geprüft.

Federführend verantwortet wurde die inhaltliche Arbeit an den Patientenhandbüchern von den MS-Experten aus dem Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes, Prof. Dr. med. Christoph Heesen (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Prof. Dr. med. Uwe Zettl (Universitätsmedizin Rostock).

 

 

Im Hauptteil der Broschüre werden Wirkweise, Einnahme und notwendige Kontrolluntersuchungen sowie Daten zur Wirksamkeit des Medikaments und zu den Nebenwirkungen ausführlich dargestellt. Im Anhang finden sich Hintergrundinformationen, ein Glossar der wichtigsten Begriffe und ein Entscheidungsleitfaden.

Eine Übersicht über alle zugelassenen Medikamente sowie eine Faktenbox, die alle Schlüsselinformationen aus den Studien zusammenfasst, vervollständigen die Informationen. Darüber hinaus liegt jedem Handbuch ein Fragebogen bei, der von den Patienten ausgefüllt werden sollte, um die Qualität der Informationen weiter zu verbessern.

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat die vorliegenden beiden Patientenhandbücher finanziell gefördert sowie zwei weitere zu den Wirkstoffen Copaxone und Fingolimod, die in Kürze erscheinen werden.

Die Broschüren im DINA 5-Format können unter www.dmsg.de und bei den DMSG-Landesverbänden ab sofort bestellt werden. Außerdem werden sie als PDF zum Download unter www.dmsg.de und www.kompetenznetz-multiplesklerose.de angeboten.

Quelle: DMSG-Bundesverband e.V. - 04.07.2019

- 04.07.2019