DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Covid-19: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) beschließt bundesweite Geltung von Sonderregelungen bis Ende Januar 2021

Aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens sind seit dem 02.11.2020 zahlreiche Sonderregelungen, die bereits im Frühjahr aufgrund der Corona-Pandemie galten, wieder in Kraft. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dies am 30.10.2020 beschlossen. Die Sonderregelungen sollen zunächst bis zum 31.1.2021 gelten. Die bereits zuvor geltenden Sonderregelungen (z.B. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ohne Praxisbesuch) gelten weiter. Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft berichtet:

Unter anderem gilt nunmehr:

  • Folgeverordnungen für Hilfsmittel, Heilmittel, häusliche Krankenpflege dürfen auch nach nur telefonischer Anamnese ausgestellt und per Post an die Versicherten versandt werden, wenn zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine persönliche Untersuchung durch den Arzt erfolgt ist. Dies gilt auch für Krankentransporte und Krankenfahrten.
  • Die Frist zur Einreichung einer Verordnung zur Genehmigung bei der Krankenkasse beträgt nunmehr statt drei wieder zehn Tage.
  • Die Frist zum Beginn einer Heilmitteltherapie ist von 14 Tagen auf 28 Tage verlängert worden. Innerhalb dieser Zeitspanne muss mit der Therapie begonnen werden. Ebenso verlieren Verordnungen nicht ihre Gültigkeit, wenn die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird.
  • Krankentransporte zu einer ambulanten Behandlung von nachweislich an Covid-19 Erkrankten sind genehmigungsfrei. Dies gilt auch für Patienten, die nach behördlicher Anordnung unter Quarantäne stehen. Die ambulante Behandlung muss zwingend medizinisch notwendig und nicht aufschiebbar sein.
  • Krankenhausärzte können für einen verlängerten Zeitraum (14 Tage statt bisher 7 Tage) nach der Entlassung Verordnungen und Bescheinigungen im Rahmen des Entlassmanagements ausstellen. Dies gilt z.B. für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Verordnungen zur häusliche Krankenpflege, Hilfsmittelversorgung und Heilmittelversorgung.
  • Ärzte und Psychotherapeuten können unbegrenzt Videosprechstunden anbieten. Behandlungen können als Videobehandlungen stattfinden, wenn das aus therapeutischer Sicht möglich ist und die Patienten damit einverstanden sind. Dies ist auch dann möglich, wenn zuvor noch keine Behandlung bei dem Arzt erfolgt ist.

Stand 03.11.2020

Quellen:

Redaktion: DMSG-Bundesverband - 12.11.2020

+

12.11.2020