DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Multiple Sklerose und Hilfsmittel: Gewährleistung von Qualität und Versorgung

Krankenkassen können nach dem Gesetz die Versorgung mit Hilfsmitteln über Ausschreibungen vertraglich regeln. Erfahrungen mit bereits durchgeführten Ausschreibungen haben gezeigt, dass es zu einer Verschlechterung der Situation bei pflegebedürftigen Personen und Personen mit Behinderung mit Hilfsmitteln kommen kann. Der DMSG-Bundesverband macht auf eine Petition, in der es um die Abschaffung der Ausschreibung von Hilfsmitteln geht, aufmerksam.

Das Gesetz fordert die Sicherstellung der Qualität der Hilfsmittel sowie die notwendige Beratung der Versicherten und sonstige erforderliche Dienstleistungen, genauso wie eine wohnortnahe Versorgung der Versicherten (§127 Abs.1 Satz 2 SGB V). Bisherige Ausschreibungsverfahren haben aber gezeigt, dass oftmals nur der Preis ein Zuschlagskriterium für die Krankenkassen ist und die geforderte Qualität und wohnortnahe Versorgung nicht eingehalten wird.

Die Petition "Ausschreibung von Rollstühlen verbieten" fordert die Anpassung des SGBV §127, so dass zukünftig keine Hilfsmittel mehr ausgeschrieben werden können.

In den vergangenen Monaten haben sich mehr als 52.000 Unterstützer beteiligt. Zwar sind die notwendigen 50.000 Unterschriften bereits erreicht. Bis zum 10.04.2015 können Sie noch unterzeichnen und damit gemeinsam stark auf Probleme bei der Hilfsmittelversorgung aufmerksam machen.

Zum Unterzeichnen finden Sie hier die vollständige Petition.

Quelle: openPetition Deutschland, "Ausschreibung von Rollstühlen verbieten"

- 07.04.2015