DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Multiple Sklerose und Teilhabe: Aufruf zum Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Handicap

Unter dem Motto "Deutschlands Zukunft Inklusiv Gestalten - Kein Kompromiss bei der Teilhabe" laden die Behindertenverbände am 04. Mai 2016 zum Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderungen ein. Auch Multiple Sklerose-Erkrankte können mit ihrer Teilnahme am Protestzug in Berlin ein Zeichen für ein wirksames Bundesteilhabegesetz setzen.

Jedes Jahr organisiert der Berliner Behindertenverband zusammen mit anderen Vereinen eine Protestveranstaltung am „Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderungen“. Diese Veranstaltung bietet ein Podium, um auf Missstände aufmerksam zu machen und für die Rechte von Menschen mit Handicap einzutreten. Dieses Jahr startet der Protestzug am 04. Mai. 2016 um 13.00 Uhr am Bundeskanzleramt. Hier wird unter anderem die Bundesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, sprechen. Am Brandenburger Tor folgt um die Mittagszeit eine Podiumdiskussion.

Das Bundesteilhabegesetz steht im Zentrum des diesjährigen Protestes

Zum 1. Januar 2017 soll das Bundesteilhabegesetz in Kraft treten. Viele Verbände, darunter auch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. treten für ein Teilhabegesetz ein, dessen Inhalt die Selbstbestimmung, die Teilhabe und die Inklusion behinderter Menschen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention in den Mittelpunkt stellt. Dem Aufruf "Teilhabegesetz jetzt", der mittlerweile abgeschlossen ist, waren über 23.000 Unterstützer gefolgt. Wir berichteten

Die Forderungen:

  • Wie im Koalitionsvertrag versprochen, soll das Bundesteilhabegesetz eine voll wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Handicap in Deutschland sicherstellen.
  • Gefordert ist ein Paradigmenwechsel - weg von der Fürsorge, hin zu Selbstbestimmung und Würde. Dazu ist ein Kurswechsel in der Behindertenpolitik der Bundesregierung notwendig. 
  • Vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und politische Rahmenbedingungen, die „echte“ Inklusion ermöglichen: gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung. 
  • Keine Anrechnung von Einkommen und Vermögen bei Inanspruchnahme von Leistungen zur Teilhabe.         
  • Auch die Interessen der Gehörlosen gehören in das Bundesteilhabegesetz.


Rund um den Protesttag sind in Berlin unter dem Motto  „Woche der Vielfalt“ viele Veranstaltungen geplant: Vom Theaterprojekt bis zum Thema "Barrierefreiheit von Städten" werden dazu Meetings angeboten.

Quelle: www.protesttag-behinderte.de

- 02.05.2016