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MS-Forschung

Lässt sich der Ausbruch von Multipler Sklerose durch ein Mehl aus Guarbohnen hinauszögern?

Speziell angereichertes Mehl kann im Mausmodell den Ausbruch von Multipler Sklerose verzögern. Bild: pixabay

Der Lebensmittel-Zusatzstoff Guarkernmehl verhindert in Mausexperimenten Entzündungen und verzögert den Ausbruch von Multipler Sklerose (MS), haben Forscher der Abteilung für Mikrobiologie und Immunologie an der University of British Columbia http://ubc.ca herausgefunden. Ob diese Wirkung auch beim Menschen funktioniert, müssen die Wissenschaftler allerdings noch herausfinden.

Ballaststoffe wirken entzündungshemmend

"Die in den letzten Jahrzehnten zu beobachtende rasche Zunahme von Autoimmun- und Entzündungserkrankungen in den Industrieländern deutet darauf hin, dass die Ernährungsgewohnheiten dabei eine wichtige Rolle spielen", sagt Lisa Osborne, Assistenzprofessorin für Mikrobiologie und Immunologie. Ballaststoffe wie Guarkernmehl seien starke Modulatoren für Immunantworten des Körpers auf Infektionen und andere Krankheitsauslöser.

Osborne und ihre Kollegen haben Gruppen von Mäusen einer Vielzahl von Diäten ausgesetzt - einer fünfprozentigen Zellulosefaserdiät, einer Diät, bei der es völlig an Ballaststoffen mangelte, und Diäten, die zu 30 Prozent mit Stärke, Inulin, Pektin oder Guarkernmehl angereichert waren. Guarkernmehl hat sich als einziger Fasertyp herausgestellt, der die MS-ähnlichen Symptome signifikant einschränkte. Mehr oder weniger entzündungshemmend waren alle Ballaststoffe.

Guarkernmehl, das es auch hierzulande zu kaufen gibt und offiziell als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist, wird aus Guarbohnen gewonnen. Es wird häufig zum Eindicken und Stabilisieren von Lebens- und Futtermitteln sowie in industriellen Anwendungen verwendet. Indien und Pakistan sind die wichtigsten Anbaugebiete.

In den USA und Kanada liegt die durchschnittliche tägliche Aufnahme von Ballaststoffen bei 15 Gramm, in Europa bei etwa 20 Gramm. Beides ist zu wenig. Empfohlen werden 30 bis 40 Gramm, allerdings kein spezieller Fasertyp. Da das Bohnenmehl stark aufquillt, ist es in den Mausexperimenten in reiner Form nicht einsetzbar. "Wir haben teilweise hydrolysiertes Guarkernmehl eingesetzt, das kommerziell als Präbiotikum erhältlich ist", so Osborne.

Die Wissenschaftler wollen nun die potenziellen Vorteile für Menschen und ein genaueres Bild der Wirkungsweise des Mehls herausfinden, um die Voraussetzung für die Entwicklung von Therapeutika zu schaffen, die die gleichen Vorteile wie Guarkernmehl haben, denn der Verzehr von größeren Mengen kostet Überwindung.

Quelle: pressetext.redaktion - 29.09.2022
Redaktion: DMSG-Bundesverband e.V. - 29.09.2022

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