Susi

Das bin ich

  • Name: Susi Scheidt
  • Alter: 37 Jahre
  • Familienstand: Single
  • Kind(er): 1 Sohn
  • Berufstätigkeit: 5 Jahre

Susi im Interview: "Mir ist wichtig, mein Leben weitestgehend selbständig zu führen, um für meinen Sohn da sein zu können."

Ich und die MS

Ich habe immer öfter meinen rechten Fuß nicht mehr heben können und bin dadurch gestürzt. Ich war 19, hatte gerade die Ausbildung beendet und mit meiner Mutter ein halbes Jahr vorher einen schweren Verkehrsunfall gehabt. Als die ersten Symptome auftraten, hatte ich angefangen, mich um meine Mutter zu kümmern, die nach dem Unfall ein Pflegefall wurde. Es hat seit den ersten Symptomen noch knapp weitere 4 Jahre gedauert, bis ich eine Diagnose hatte. Deshalb war ich auch erstmal "froh", überhaupt eine Diagnose zu haben, ohne zu wissen, was MS überhaupt bedeutet und wie es mit "uns" weiter geht. Seitdem wurde es schleichend immer schlechter und nach dem Interferon-Versuch wesentlich schlechter. Es hat einiges komplizierter gemacht, da ich in der Zeit, als ich von der Schwangerschaft erfahren habe, gerade in einer Cyclophosphamid-Therapie war und ich auch nicht mehr mit dem Kindsvater zusammen war. Einschränkungen sind in erster Linie meine Gehprobleme, da ich mich ohne Hilfsmittel schlecht bis gar nicht fortbewegen kann. Ob ich mich auch in Zukunft noch so um mein Kind kümmern kann, dass ich es auch ohne Partner schaffe, mein Kind (hoffentlich) gut zu erziehen - eine Prognose! Ich hoffe, dass es mit dem neuen Medikament "besser"/gleichbleibend wird/bleibt. Ich mache in erster Linie Sport als Mittel gegen die Spastik, ernähre mich ausgewogen und (unter dem Umstand, alleinerziehend zu sein) gönne ich mir ausreichend Ruhe und versuche auszublenden.

Meine Schwangerschaft mit MS

Ich war in einer Cyclophosphamid-Behandlung. Ich hatte neue Symptome bekommen, von denen ich erst später erfahren habe, dass sie Symptome der MS sind, ich weiß aber nicht, ob die auch unabhängig von der Schwangerschaft gekommen wären. Ich hätte mir vorher gewünscht zu erfahren, ob ich trotz der Medikamente, die ich in der Schwangerschaft genommen habe, hätte Stillen dürfen. Ich hatte mehrmals nachgefragt, aber es wollte sich kein Arzt festlegen. Die MS hat sich genau so weiterentwickelt wie vorher, kein Unterschied -bisher nicht, jetzt steht aber bald eine an

Mein Leben mit MS und Kinder heute

Es ist natürlich anstrengender, aber mir gibt es auch Lebensenergie zurück. Natürlich, mein Sohn ist 5 und sehr aktiv. Ich komme da nur schwer hinterher - ich habe versucht, ihm die MS so gut wie möglich zu erklären. Unterstützung erhalte ich durch eine Freundin, die in meiner Nachbarschaft wohnt und die Oma von meinem Sohn ist auch fast immer für mich da. Ein Projekt wie Plan Baby bei MS hätte auf jeden Fall weitergeholfen, als ich schwanger war. Es lohnt sich, trotz MS ein Kind zu bekommen, denn man bekommt eine Menge zurück, und nicht nur schlaflose Nächte :-)

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