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Fingolimod (Gilenya®)

Wirkstoff

Fingolimod ist das synthetisch hergestellte Stoffwechselprodukt des Pilzes Isaria sinclairii, der in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt wird. Das Immuntherapeutikum Fingolimod gehört zu den sogenannten S1P-Rezeptor-Modulatoren.

Handelsname

Gilenya®

Indikation / Zulassung

Gilenya® ist eine Art von Arzneimittel, das als „krankheitsmodifizierende Therapie“ bezeichnet und zur Behandlung von Erwachsenen und Kindern über 10 Jahren mit hochaktiver schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (MS) angewendet wird. Gilenya® wird angewendet, wenn die Erkrankung trotz angemessener Behandlung mit mindestens einer anderen Art von krankheitsmodifizierender Therapie weiter aktiv ist oder schwerwiegend ist und rasch fortschreitet.

Verabreichungsform

Gilenya® ist als Kapsel (0,25 mg und 0,5 mg) erhältlich. Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt eine 0,5 mg-Kapsel, die einmal täglich eingenommen wird; die empfohlene Dosis für Kinder hängt vom Körpergewicht ab.

Wirkweise

Der Wirkstoff in Gilenya®, Fingolimod, verhindert, dass die T-Zellen (eine Art weißer Blutkörperchen, die zum Immunsystem gehören) von den Lymphknoten zu Gehirn und Rückenmark wandern, und begrenzt so die Schädigungen, die sie bei Multipler Sklerose verursachen. Hierzu blockiert das Arzneimittel die Aktivität eines bestimmten Rezeptors (Ziel) auf den T-Zellen, des sogenannten Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptors, der an der Kontrolle der Bewegung dieser Zellen im Körper beteiligt ist.

Nicht geeignet bei/für

Gilenya® darf weder bei Patienten angewendet werden, bei denen aufgrund eines geschwächten Immunsystems ein Infektionsrisiko besteht, noch bei Patienten mit einer schweren Infektion oder einer chronischen aktiven Infektion, wie z. B. Hepatitis, noch bei Patienten mit Krebserkrankungen oder mit schweren Leberproblemen. Gilenya darf auch nicht bei Patienten mit bestimmten Erkrankungen, die das Herz und die Blutgefäße betreffen, oder bei Patienten, die derartige Erkrankungen oder Probleme mit der Blutversorgung des Gehirns hatten, angewendet werden. Frauen sollten während der Einnahme von Gilenya® und bis zwei Monate nach Beendigung der Behandlung nicht schwanger werden.

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen von Gilenya® (die mehr als 1 von 10 Personen betreffen können) sind:

  • Grippe, Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen),
  • Kopfschmerzen,
  • Husten,
  • Durchfall,
  • Rückenschmerzen und
  • erhöhte Leberenzymwerte (ein Zeichen für Leberprobleme).

Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen sind

  • Infektionen,
  • Makulaödem (Schwellung im zentralen Bereich der Netzhaut am Augenhintergrund) und
  • atrioventrikulärer Block (eine Art von Herzrhythmusstörung) zu Beginn der Behandlung.

 

Letzte Aktualisierung: 20.07.2021 (Quelle: EMA /  PEI)

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