DMSG Online-Forschungssymposium 11./18. September 2025
Die Rückmeldungen zur Pilotierung der beiderseitigen Wissensvermittlung im Rahmen des DMSG Online-Forschungssymposiums im Herbst 2024 waren durchweg positiv. Daher legt der DMSG-Bundesverband nun erneut eine Veranstaltung in diesem Format auf. Damit werden nicht nur wieder wissenschaftliche Informationen an Laien vermittelt, sondern auch die teilnehmenden Forschenden können Anregungen für Ihre eigene Forschungsarbeit aus den Workshops mit der DMSG-Community mitnehmen. In diesem Jahr werden gleich zwei von der DMSG geförderte Einzelprojekte Ihre (vorläufigen) Ergebnisse vorstellen.
Der DMSG-Bundesverband lädt Sie herzlich zu dieser online stattfindenden Veranstaltung ein. Das 4. Online-Symposium findet statt am:
Donnerstag, 11.09.2025, 19:00 – max. 21:15 Uhr
Donnerstag, 18.09.2025, 18:00 – max. 20:15 Uhr
Das vorläufige Programm sieht wie folgt aus:
Donnerstag, 11.09.2025
19:00 Uhr: Begrüßung, Grußwort und Organisatorisches
- Prof. Dr. med. Judith Haas, Vorsitzende
- Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Schirmherrn der DMSG (Videobotschaft)
- Prof. Dr. med. Ralf Gold, Vorsitzender des Ärztlichen Beirates
- Vertreter Bundesbeirat MS-Erkrankter (BBMSE)
19:15 Uhr bis 20:00 Uhr: Vortrag Projekt 1 inkl. Fragerunde
15 Minuten Pause
20:15 Uhr bis 21:00 Uhr: Workshop zu Projekt 1
21:00 Uhr bis 21:15 Uhr: Zusammenfassung
ca. 21:15 Uhr: Ende des ersten Veranstaltungstages
Donnerstag, 18.09.2025
18:00 Uhr: Begrüßung, Grußwort und Organisatorisches
- Prof. Dr. med. Judith Haas, Vorsitzende
- Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Schirmherrn der DMSG (Videobotschaft)
- Prof. Dr. med. Ralf Gold, Vorsitzender des Ärztlichen Beirates
- Vertreter Bundesbeirat MS-Erkrankter (BBMSE)
18:15 Uhr bis 19:00 Uhr: Vortrag Projekt 2 inkl. Fragerunde
15 Minuten Pause
19:15 Uhr bis 20:00 Uhr: Workshop zu Projekt 2
20:00 Uhr bis 20:15 Uhr: Zusammenfassung
ca. 20:15 Uhr: Ende des zweiten Veranstaltungstages
Projekt 1:
Titel: LOTUS-MS - einfLuss vOn anovulaTion Und MenopauSe auf den Verlauf der MS (Original: LOTUS-MS - Influence of anovulation and menopause on the course of MS)
Wer: Prof. Dr. med. Kerstin Hellwig/ Jun.-Prof. Dr. Simon Faissner, beide u.a. St. Josef-Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum
Kurzinhalt: Das Projektkonsortium um Frau Hellwig und Herrn Faissner beschäftigt sich im Rahmen der DMSG-Forschungsförderung (Ausschreibung 2021: Thema „Genderspezifische Aspekte der MS“) mit den Phasen der Anovulation (Ausbleiben des Eisprungs) und der Menopause auf den Verlauf von MS. So ist das kurzfristige Schubmuster mit einer Reduktion in der Schwangerschaft und einem Anstieg nach der Geburt des Kindes gut belegt. Phasen der Anovulation scheinen mit einem geringeren Risiko an MS zu erkranken einherzugehen. Inwieweit sich hierdurch ein Schutz auf eine mögliche Reduktion der Krankheitsprogression ergeben kann, ist bislang unzureichend untersucht. Zusätzlich soll die Auswirkung einer höheren totalen Östrogenexposition auf die Behinderung bzw. die kognitive Leistung untersucht und in einem kleinerem Teilprojekt der Übergang zur Menopause bei Patienten mit sekundär-chronisch progredienter MS (SPMS) besser verstanden werden.
Projekt 2:
Titel: Neue Mechanismen der Neurodegeneration in der Multiplen Sklerose (Original: Genetic determinants of neuronal resilience to inflammatory stress in multiple sclerosis)
Wer: Prof. Dr. med. Manuel Friese, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Kurzinhalt: Das Team von Herrn Friese konnte im Rahmen der DMSG-Forschungsförderung (Ausschreibung 2020: Thema „Genetische Aspekte der MS“) wichtige neue Erkenntnisse zum Verlust von Nervenzellen in der MS gewinnen. Insbesondere wurde ein neuer Mechanismus identifiziert, der in entzündeten Nervenzellen abläuft und verschiedene schädliche Stressoren integriert. Eine chronische Glutamatstimulation führt zu einer kontinuierlichen Aktivierung eines spezifischen Signalwegs (NR4A2/VGF) in Nervenzellen von MS-Betroffenen. Diese bedingt eine veränderte Stoffwechsellage in Nervenzellen, die zu einem Energiedefizit und deren Zelltod führt. Therapeutische Interventionen, die spezifisch den Stoffwechsel von Nervenzellen unterstützen, könnten eine vielversprechende Möglichkeit sein, um die Progression der MS aufzuhalten.
Die Teilnahme an beiden Veranstaltungstagen ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Die Vorträge (nicht die Workshops) werden aufgezeichnet und im Anschluss auf MS Wissen im Nachgang zugänglich gemacht.
