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DMSG Aktuell

Gürtelrose-Impfung: Wichtiger Schutz für Menschen mit MS

Eine Impfung gegen Gürtelrose ist für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) besonders bedeutsam, da sie das Risiko für eine schmerzhafte und langwierige Nervenerkrankung deutlich senkt – und gerade MS-Erkrankte sind durch einige MS-Therapien anfälliger für Infektionen wie Gürtelrose.

Die Impfung mit dem Totimpfstoff Shingrix® schützt zuverlässig sowohl vor Gürtelrose als auch vor den häufig langanhaltenden Nervenschmerzen, der sogenannten Post-Zoster-Neuralgie. Die Impfung gilt als sicher und ist besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem geeignet, wie es bei bestimmten MS-Therapien der Fall ist.

Da einige MS-Medikamente das Immunsystem gezielt beeinflussen und dadurch das Risiko für Infektionen erhöhen, spielt ein vollständiger Impfschutz eine zentrale Rolle bei der Vorsorge. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) empfiehlt schon länger, die Gürtelrose-Impfung möglichst vor Beginn einer immunmodulierenden oder immunsuppressiven Therapie durchzuführen, um schwere Verläufe gezielt zu vermeiden.

Bisher war die Impfung für viele MS-Erkrankte unter 60 Jahren nur über eine Selbstzahlerleistung oder der individuellen Kostenübernahme der Krankenkasse möglich. Seit November 2025 hat die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Empfehlung aktualisiert: Jetzt können alle Personen ab 18 Jahren mit angeborener oder erworbener Immunschwäche – insbesondere durch Therapie wie B-Zell-depletierende Medikamente (z.B. Ocrelizumab, Ofatumumab, Rituximab, Ublituximab) – die Gürtelrose-Impfung auf Kosten der Krankenkasse erhalten.

Zusammengefasst: Menschen mit MS profitieren von der Gürtelrose-Impfung, weil sie ihr Risiko für schwere, langwierige Verläufe sowie Folgeerkrankungen senkt und sie insgesamt besser vor Infektionen schützt – gerade in Verbindung mit MS-Medikamenten.

Quellen: Epidemiologisches Bulletin 45/2025 und RKI - Schutzimpfung gegen Herpes zoster (Gürtelrose)